Bitcoin-Rallye gerät ins Stocken: Überhitzungssignale und regulatorische Erwartungen
Die Kursspirale des Bitcoins hat nach einem rasanten Höhenflug eine abrupte Kehrtwende erlebt. Nachdem der Bitcoin auf über 123.000 US-Dollar gestiegen war, setzte ein merklicher Rückgang ein, der erst knapp unter der Marke von 119.000 Dollar haltmachte. Zuletzt pendelte sich der Preis der marktführenden Kryptowährung auf montags knapp 120.000 Dollar ein.
Timo Emden von Emden Research warnt vor möglichen Überhitzungserscheinungen nach dem Rekordhoch. Angesichts der schwindelerregenden Preislevels sei die Verlangsamung kaum überraschend. Der Umstand, dass groß angelegte Gewinnmitnahmen ausgeblieben sind, spricht laut Emden jedoch für den bestehenden Risikoappetit der Investoren.
Spannung verspricht die laufende "Crypto Week" der US-Regierung, bei der der US-Kongress über drei kryptowährungsfreundliche Gesetzesvorlagen beraten will. Emden ist der Ansicht, dass eine Lockerung der regulatorischen Barrieren ein attraktives Klima für kryptobezogene Innovationen in den USA schaffen könnte. Dennoch bleibe es abzuwarten, ob diese positiven Erwartungen in der Realität Früchte tragen. Zweifel bestehen hinsichtlich einer kompletten Entschärfung der bestehenden Herausforderungen und der potenziellen Gefahren durch einen übermäßigen Abbau regulatorischer Schranken.
Rachael Lucas von BTC Markets äußerte, dass kurzfristige Gewinnmitnahmen beim Bitcoin zwar möglich seien, hob jedoch die starke Nachfrage nach börsengehandelten Bitcoin-Fonds hervor, die den Kurs stützen könnten. Der Bitcoin habe mit seinem jüngsten Kurssprung eine zuvor starre Handelsspanne durchbrochen, die seit Mai um die 100.000-Dollar-Marke oszillierte.
Hintergrund des Preisanstiegs bildete die Wiederwahl von Trump zum US-Präsidenten, einem bekannten Befürworter von Kryptowährungen. Seit seinem Wahlsieg im November hat der Bitcoin-Kurs beeindruckende 75 Prozent an Wert zugelegt.

