Bitcoin-Kurs knickt ein: Zinsspekulationen verunsichern Anleger
Der jüngste Rutsch des Bitcoin-Kurses sorgt für Aufsehen und hat die Investorenlandschaft ordentlich aufgemischt. Die weltweit älteste und populärste Kryptowährung fiel auf der digitalen Handelsplattform Bitstamp zeitweise auf ein neues Drei-Wochen-Tief von 108.652 US-Dollar. Noch am Mittag desselben Tages wurde der Bitcoin zu über 112.000 US-Dollar gehandelt, ehe ein plötzlicher Abwärtstrend einsetzte.
Grund für die plötzliche Kurskorrektur waren unerwartet positive Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten, die die Aussicht auf bevorstehende Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed erheblich eindämmten. "Die Fragezeichen über den zukünftigen Kurs der US-Notenbank zügeln den Risikoappetit der Marktakteure", kommentierte der Marktexperte Timo Emden von Emden Research. Anstelle von baldigen geldpolitischen Lockerungen scheint sich nun die Sorge durchzusetzen, die Fed könnte ihre Zinspolitik länger straffen als bislang vermutet.
Im Angesicht dieser Entwicklungen entschieden sich Anleger, vorerst auf Nummer sicher zu gehen. Da Kryptowährungen als überdurchschnittlich riskante Anlagen gelten, die keine regelmäßigen Zinserträge bieten, sind sie in Zeiten der Unsicherheit weniger gefragt. Laut Emden wechselten deshalb viele Investoren kurzfristig in den Modus der Risikovermeidung.

