Binance-Bericht: Kryptowährungen fördern finanzielle Inklusion in Schwellenländern

Binance hat einen Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, wie Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte den Zugang zu Finanzdienstleistungen in unterversorgten Regionen und Schwellenländern verbessern. Der Bericht mit dem Titel „Finance Without Frontiers“ beschreibt, wie die un- und unterbankte Bevölkerung Kryptowährungen für grenzüberschreitende Zahlungen und finanzielle Inklusion nutzt.
Der Bericht zeigt, dass die Akzeptanz von Kryptowährungen über reine Spekulation hinausgewachsen ist und nun reale Anwendungsmöglichkeiten bietet, insbesondere durch die finanzielle Inklusion. Neben dem Handel auf Plattformen für digitale Vermögenswerte haben Nutzer nun Zugang zu globalen Systemen durch Tokenisierung, künstliche Intelligenz (KI) und mobile Dienste.
Ein großes Defizit bei der finanziellen Inklusion
Forscher der weltweit größten Krypto-Börse haben festgestellt, dass der Bedarf an finanziellen Dienstleistungen strukturell bedingt ist und sich auf bestimmte Regionen konzentriert. Es gibt eine große globale Lücke bei der finanziellen Inklusion.
Laut Daten der Weltbank sind etwa 21% der erwachsenen Weltbevölkerung (1,3 Milliarden Erwachsene) ohne Bankverbindung. Rund 73% dieser Erwachsenen leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs), wobei mehr als 50% in acht Ländern konzentriert sind.
Für den Bericht wurden Erwachsene, die Zugang zu Einlagenkonten, aber nur eingeschränkten Zugang zu Krediten, digitalen Zahlungen, ertragsbringenden Sparmöglichkeiten oder grenzüberschreitenden Dienstleistungen haben, als unterbankt eingestuft. Etwa 4,7 Milliarden Erwachsene haben keinen Zugang zu Krediten oder Darlehen, und 3,6 Milliarden in LMICs nutzen keine digitalen Zahlungen oder Karten. Ungefähr 40% der Erwachsenen in LMICs sparen formell, wobei mindestens 77% keine Zinsen auf ihre Einlagen erhalten.
Interessanterweise gehören fünf der acht Länder mit der höchsten Konzentration an unbankierten Menschen zu den Top 20 im Global Crypto Adoption Index von Chainalysis. Dieses Muster zeigt, dass digitale Netzwerke einen alternativen Einstiegspunkt für finanzielle Inklusion bieten.
Wie Kryptowährungen helfen
Binance-Forscher haben Bereiche hervorgehoben, in denen Kryptowährungen die finanzielle Inklusion vorangetrieben haben. Dazu gehören Zahlungen und Überweisungen, der Zugang zu Kapitalmärkten, die Demokratisierung von Privatmärkten durch Tokenisierung und programmierbare Finanzen für nicht-menschliche Teilnehmer (KI-Agenten). Auch der Bereich der Geräteverbreitung, insbesondere der Unterschied zwischen Mobiltelefonen und Smartphones, spielt eine Rolle.
Mit dem Anstieg der finanziellen Inklusion hat das Wachstum des Anteils von Krypto-Nutzern aus Schwellenländern das der entwickelten Märkte übertroffen. Der Anteil der Nutzer aus Schwellenländern stieg von 49% im Jahr 2020 auf 77% im Jahr 2026, was auf eine aktive Nachfrage nach einem breiteren Spektrum an Finanzdienstleistungen hinweist.
Darüber hinaus hat sich das Nutzerengagement weit über den Handel hinaus ausgeweitet: Eine interne Studie bei Binance zeigte, dass 14% der insgesamt aktiven Nutzer mehrere Produkte nutzen, darunter Sparen, Zahlungen und Investitionen. Die Mehrheit dieser Nutzer konzentriert sich auf Schwellenmärkte.
Der beobachtete Akzeptanztrend unterstreicht, wie On-Chain-Netzwerke zu einem wichtigen Bestandteil der globalen Diskussion über finanzielle Inklusion geworden sind.

