Betrugsprozess gegen Senator Menendez: Verteidigung schiebt Verantwortung auf Ehefrau und nennt Bargeld lebenslange Ersparnis
Im Fokus des Betrugsprozesses gegen Senator Bob Menendez stehen nicht nur die schwerwiegenden Korruptionsvorwürfe, sondern auch ein Hauch häuslicher Dramatik. Die Anschuldigungen, die sich um beschlagnahmte Goldbarren und eine beachtliche Summe Bargeld ranken, wurden von der Verteidigung vehement zurückgewiesen. Der New Yorker Verteidiger Avi Weitzman präsentierte den Jury-Mitgliedern eine alternative Sichtweise auf die bei Menendez gefundenen Vermögenswerte. Er insistierte darauf, dass die $480.000 in bar nicht von Bestechungsgeldern stammen, sondern vielmehr über die letzten 30 Jahre hinweg durch regelmäßige Abhebungen von $400 bis $500 akkumuliert worden sind.
Mit dieser Argumentation konterte Weitzman die Vorwürfe der Anklage, laut denen Menendez von zwei Geschäftsleuten Bargeld, Goldbarren und sogar ein Luxusauto angenommen haben soll, um im Gegenzug politische Gefallen zu gewähren. Die Verteidigung stellte die Senatorin in ein neues Licht, indem sie die ermittelnden Behörden darauf hinwies, dass ihre Rolle bei den beschlagnahmten Goldbarren unterschätzt wurde. Weitzmans Strategie zielt darauf ab, die eingehende Prüfung der Jury auf die Plausibilität der Geldherkunft zu lenken und dabei die Ehre seines Mandanten zu wahren. (eulerpool-AFX)

