Beruhigung an der Wiener Börse trotz verhaltener Stimmung
Nach einer Serie von Kursschwächen hat sich am Donnerstag an der Wiener Börse eine gewisse Stabilität eingestellt. Zwar begann der Handelstag vielversprechend, jedoch endete der ATX leicht im Minus bei 4.652,04 Punkten — ein Rückgang von 0,02 Prozent. Ähnlich verhielt sich der ATX Prime, der um 0,18 Prozent auf 2.322,60 Punkte fiel. Auch die maßgeblichen Börsen in Europa zeigten nur geringe Kursveränderungen.
Bekanntgaben zu Quartalszahlen und Zukunftsplänen des Technologiegiganten Nvidia hinterließen bei Investoren gemischte Gefühle. Obwohl Nvidia im Zuge des KI-Booms Rekordergebnisse vorweisen konnte, bleibt das Unternehmen bestrebt, sein Geschäft in China erheblich auszuweiten. In Wien lieferten unterdessen zahlreiche Unternehmensberichte wertvolle Marktimpulse.
Der Baukonzern Strabag konnte im ersten Halbjahr 2025 stark zulegen, allerdings könnte der Kursanstieg auf Sicht eines Jahres den Handlungsspielraum für Aktienkäufe verengen. Entsprechend verzeichneten Strabag-Titel einen Rückgang um 3,8 Prozent. Ebenso gaben EVN-Aktien um 1,7 Prozent nach, da der Energieversorger trotz gestiegener Umsätze durch schwächere Bedingungen für die alternative Energieerzeugung unter Druck geriet.
Im Kontrast dazu verbuchten CA Immo einen Zuwachs von 2,6 Prozent, nachdem der Immobilienkonzern erfolgreich in die Gewinnzone zurückkehrte und ein erweitertes Aktienrückkaufprogramm ankündigte. UBM, ein weiterer Immobilienakteur, konnte seinen Verlust nahezu halbieren und den Umsatz bedeutend ansteigen lassen, was von Analysten durchweg positiv bewertet wurde, auch wenn der Aktienkurs unverändert blieb.
Die Muttergesellschaft von KTM, Pierer Mobility, schloss das erste Halbjahr 2025 mit einem beachtlichen Gewinn ab. Ein bedeutender Restrukturierungsgewinn von über einer Milliarde Euro trieb die Aktien um 2,4 Prozent nach oben. Austriacard hingegen kämpfte im ersten Halbjahr aufgrund eines schwächelnden türkischen Marktes mit herben Umsatz- und Gewinneinbrüchen, was zu einem deutlichen Kursverlust von 6,5 Prozent führte.

