Berliner Appell an Bundesregierung: Klimaschutz als Wirtschaftsmotor
Franziska Giffey, Wirtschaftssenatorin von Berlin, hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, den Diskurs um Klimaschutz und Energiewende konstruktiver zu gestalten. Laut der SPD-Politikerin wird Klimaschutz fälschlicherweise als wirtschaftliche Belastung dargestellt, obwohl er im Gegenteil eine Chance für wirtschaftlichen Erfolg bietet. Ihre Worte im ntv-Podcast «Das Klima-Labor» stellen sich gegen die Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz, der die ökonomische Stabilität über Umweltaspekte stellte und vor wirtschaftlichen Gefahren warnte.
Giffey kritisierte ebenfalls die Bedenken der Bundeswirtschaftsministerin, Katherina Reiche, bezüglich der finanziellen Last durch die Energiewende. Investitionen in erneuerbare Energien und dafür notwendige Netze aus Kostengründen zu bremsen, sei ihrer Ansicht nach kurzsichtig. Giffey zieht hier einen Vergleich zu unterlassenen Zukunftsinvestitionen, die kurzfristiges Sparen über langfristigen Erfolg stellen.
Weiterhin betonte Giffey die Bedenken der Länder auf der Energieministerkonferenz, die keinen Rückschritt in der Energiewende akzeptieren wollen. In verschiedenen Regionen ist der Kurs bereits verankert, was zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Bereich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft geführt hat. Giffey fordert daher die konsequente Fortführung dieses Weges.
Förderprogramme sind aus ihrer Sicht wesentliche Instrumente, um Investitionen anzuregen und die Durchsetzung neuer Technologien zu sichern. Eine regelmäßige Evaluation dieser Unterstützungen wird zwar gefordert, dennoch sollte die Transformation aktiv vorangetrieben werden.
Giffey hob zudem den wirtschaftlichen Wandel in Berlin hervor, wo sich aufstrebende Branchen wie Green Tech, Start-ups und Künstliche Intelligenz stark mit ökologischen Fragestellungen befassen. Gerade diese jungen Unternehmen verfolgen wirtschaftliche Interessen und benötigen Förderung, um ihre Geschäftsmodelle zu etablieren und die Wirtschaft langfristig zu stärken.

