Berkshire Hathaway verkauft erneut Apple-Aktien im Wert von vier Milliarden Dollar – Cash-Bestand auf Rekordniveau
Berkshire Hathaway hat im zweiten Quartal erneut Anteile an Apple veräußert und dabei 20 Millionen Aktien im Wert von über vier Milliarden US-Dollar verkauft. Der Bestand des Mischkonzerns sank damit auf 280 Millionen Aktien mit einem Marktwert von 57,4 Milliarden Dollar. Die Verkäufe erfolgten nach einer Pause seit dem dritten Quartal 2024, in dem Warren Buffett seine Beteiligung an Apple bereits um mehr als zwei Drittel reduziert hatte.
Der Abbau der Position fällt in eine Phase hoher Kursvolatilität: Apple-Aktien lagen zeitweise über 30 Prozent unter dem Wert zum Jahresende 2024, belastet durch den Handelskonflikt mit den USA. Die jüngste Erholung um zwölf Prozent im August folgte auf Investitionszusagen von CEO Tim Cook für den US-Standort, die Zollängste abmilderten.
Apple bleibt trotz der Verkäufe die größte Einzelposition in Berkshires Aktienportfolio von 268 Milliarden Dollar und steht für etwa ein Fünftel des Gesamtwerts. Beobachter sehen die Bewertung als Hauptgrund für die Verkäufe. „Das Wachstum rechtfertigt die hohen Multiples nicht mehr“, sagte Darren Pollack von Cheviot, einem Berkshire-Aktionär.
Die Apple-Transaktionen machten den Großteil von Berkshires Aktienverkäufen im Quartal aus, die insgesamt 6,9 Milliarden Dollar umfassten. Hinzu kamen Verkäufe von Bank of America sowie der vollständige Ausstieg aus T-Mobile US. Auf der Kaufseite investierte Berkshire 3,9 Milliarden Dollar in Chevron, Domino’s Pizza und Constellation Brands sowie in die US-Bauunternehmen Lennar und DR Horton, den Stahlhersteller Nucor und den Krankenversicherer UnitedHealth. Letzterer steht aktuell unter Ermittlungen und zählt zu den schwächsten Werten im S&P 500, legte nach Bekanntgabe der Beteiligung jedoch nachbörslich um zehn Prozent zu.

