Berenberg warnt vor strukturellen Herausforderungen in der Luxusgüterbranche
Die renommierte Privatbank Berenberg hat kürzlich ihre Einschätzung zur Aktie von LVMH von "Buy" auf "Hold" gesenkt, wobei das Kursziel bei 570 Euro unverändert bleibt. Dieser Schritt reflektiert eine zunehmend verhaltene Sichtweise auf die Zukunft der Luxusgüterbranche, die laut Analyst Nick Anderson vor strukturellen Herausforderungen steht.
In einer aktuellen Sektorstudie, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, äußerte Anderson Skepsis gegenüber einem anhaltenden Superzyklus, der die Branche über drei Jahrzehnte hinweg gestützt hat. Er erwartet, dass das Nachfragewachstum mittelfristig auf nur 2 bis 3 Prozent pro Jahr zurückgehen wird.
Dies steht in starkem Kontrast zu dem historischen Durchschnitt der Branche von etwa 6 Prozent. Anderson warnt, dass das Umsatzwachstum hinter der steigenden Kosteninflation zurückbleiben könnte, was ein potenzielles Risiko für die Margen und somit auch die Bewertungen der Unternehmen darstellt. Damit könnten auch hochkarätige Namen wie LVMH in den kommenden Jahren unter Druck geraten.

