Behutsame Fortschritte: Berliner Gespräche über Ukraine-Konflikt
In Berlin wird derzeit an einer delikaten Mission gearbeitet: die Aufnahme von Verhandlungen zur Beendigung des andauernden russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Trotz der Präsenz einer US-Delegation sind die Erwartungen gedämpft, zumal Russland gar nicht am Tisch sitzt. Der US-Präsident Donald Trump schickt lediglich seine Emissäre; seine eigene Abwesenheit signalisiert geringen Optimismus auf einen umfassenden Erfolg.
Dennoch könnte das Treffen als kleiner diplomatischer Fortschritt gewertet werden. Für die europäischen Verbündeten Kiews ist es besonders bedeutsam, nach anfänglichem Ausschluss von den Verhandlungen zwischen den USA und Russland wieder an den Gesprächen teilzunehmen. Diese erneute Einbindung stärkt nicht nur das Selbstwertgefühl der Europäer, sondern trägt auch zur Verbesserung ihres geschwächten Images bei. Trotz dieser kleinen Siege, bleibt Europa im Vergleich zu den Machtsphären der Protagonisten Trump und Putin außen vor.
Der russische Präsident Wladimir Putin kann als der wahre Nutznießer dieses Treffens gesehen werden. Seine Position wird durch die internen Uneinigkeiten innerhalb des westlichen Bündnisses gestärkt, während sich die anderen Beteiligten redlich mühen, die Situation zu entschärfen.

