Beginnende Schwerhörigkeit: Das ist zu beachten!
Wenn man den Eindruck hat, nicht mehr so gut zu hören, dann liegt man mit dieser Annahme meist richtig. Denn das Tückische an einer beginnenden Schwerhörigkeit ist, dass man es häufig erst bemerkt, wenn die Symptome schon deutlich spürbar sind. Diese können sehr vielfältig und je nach individuellem Alltag auch unterschiedlich ausgeprägt sein.
Obwohl überwiegend ältere Menschen betroffen sind, leiden heutzutage ebenso auch immer mehr junge Menschen an einer Schwerhörigkeit. Die Ursachen sind höchst unterschiedlich und reichen von altersbedingten Verschleißerscheinungen bis zu übermäßigem Stress am Arbeitsplatz oder bestimmten Erkrankungen. Welche Symptome auf eine Hörminderung hindeuten, welche Ursache sie haben, was man dagegen tun kann und wie man vorbeugt, haben wir in diesem Beitrag zusammengestellt.
Symptome erkennen
Meist sind es Menschen im näheren Umfeld, die Betroffene auf bestimmte Symptome aufmerksam machen. Da sind beispielsweise Gesprächspartner, die sich häufig wiederholen müssen, weil sie gefühlt nuscheln oder Familienmitglieder, die sich über die Lautstärke des Fernsehers beschweren.
Es gibt eine ganze Reihe an weiteren typischen Symptomen, die wir hier zusammengefasst haben:
- Hohe Stimmlagen und Frequenzen werden schwer verstanden/gehört
- Gesprächspartner müssen sich häufig wiederholen
- Schwierigkeiten, Gesprächen in lauter Umgebung zu folgen
- Hintergrundgeräusche scheinen lauter und übertönen beispielsweise Gespräche
- TV und Radio sind sehr laut eingestellt, Nachbarn oder Familienmitglieder beschweren sich
- Starke Erschöpfung
- Wiederkehrende Kopfschmerzen
- Schleichende Verschlimmerung aller Symptome
Es ist ratsam, einen Hörgeräteakustiker oder HNO-Arzt aufzusuchen, sollte man einige der genannten Symptome bei sich entdecken.
Diese Möglichkeiten gibt es
Die wohl wirkungsvollste Möglichkeit einen Hörverlust auszugleichen, bieten nach wie vor Hörgeräte. Viele Menschen kostet es Überwindung, die bereits selbstgestellte Diagnose durch einen Akustiker oder HNO-Arzt bestätigen zu lassen. Sich um ein Hörgerät zu kümmern, ist dann die nächste Hürde, die häufig noch schwerer zu nehmen ist. Dabei sind jede diesbezügliche Scham und Sorge unbegründet.
Menschen, die an einer Schwerhörigkeit leiden, die Betonung liegt deutlich auf „leiden“, haben täglich mit größter Anstrengung zu kämpfen. Das Gehirn ist permanent damit beschäftigt alle unzureichenden akustischen Signale durch Erinnerungen und Erfahrungswerte abzugleichen. Dabei beansprucht unser Gehirn im Normalbetrieb schon ganze 20 % unserer Gesamtenergie. Nicht auszudenken, wie es dann im Fall einer Schwerhörigkeit ist. Da verwundert es nicht, dass Betroffene häufig stark erschöpft sind und über Kopfschmerzen klagen.
Hörgeräte gleichen genau diese Defizite aus und entlasten damit die (unbewusste) Kopfarbeit. Je nach Art der Schwerhörigkeit und der individuellen Ausprägung, kann ein Hörgeräteakustiker wie GEERS ein passendes Modell vorstellen und dieses dann an die entsprechenden Bedürfnisse anpassen. Wer jetzt Sorge wegen der Kosten hat, kann beruhigt sein. Jeder Hörgeräteakustiker bietet zuzahlungsfreie Geräte, also Modelle, die komplett von der Krankenkasse getragen werden. Dabei handelt es sich um digitale Hörgeräte, die auf dem aktuellen Stand der Technik sind. Wer ein Gerät mit zusätzlichen Fähigkeiten wünscht, zahlt einfach den Differenzbetrag.
Um ein Hörgerät von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen, benötigt man ein Rezept durch einen HNO-Arzt. Dieser führt bei einer Untersuchung einen Sprachhörtest durch, um das Hörvermögen festzustellen. Liegt dieses unterhalb bestimmter Messwerte, wird ein Hörgerät verschrieben. Mit diesem Rezept kann dann bei der Krankenkasse die Kostenübernahme beantragt werden. Ein guter Hörgeräteakustiker übernimmt sogar die Abwicklung mit der Krankenkasse. Der Weg vom HNO-Arzt führt also direkt zum Hörgeräteakustiker, der sich dann um alles kümmert.
Ursachen für Hörverlust
Die häufigsten Ursachen für eine Schwerhörigkeit sind Verschleißerscheinungen des Gehörs. Diese sind meist altersbedingt und treten vermehrt im fortschreitenden Alter auf. So ist laut Statistik jeder 7. Mensch in der Altersgruppe ab 65 Jahren von einer Schwerhörigkeit betroffen. Aber auch junge Menschen können durchaus an einer Hörminderung leiden. Laute Musik, Umgebungslärm in Städten oder auch übermäßiger Lärm am Arbeitsplatz begünstigen einen schnell voranschreitenden Verschleiß und führen so zu dieser Beeinträchtigung.
Neben den eben genannten Ursachen können auch Erkrankungen, Infektionen oder Entzündungsprozesse, insbesondere im Mittelohr, zu einer Hörschädigung führen. Morbus Menière löst beispielsweise Schwerhörigkeit, Schwindel und Tinnitus aus. Aber auch übermäßiger Stress im Alltag ohne ausreichende Ruhepausen, können zu Tinnitus, Höreinschränkung und sogar zu einem Hörsturz führen. Man geht davon aus, dass ein Hörsturz durch eine verminderte Durchblutung im Innenohr entsteht, ähnlich wie bei einem Herzinfarkt.
Hörverlust vorbeugen
In unserer modernen Welt sind wir in der Regel permanent diversen Reizen ausgesetzt, die weit über das natürliche Umfeld hinausgehen. Auch wenn wir gefühlt schon sehr lange so leben, ist es im Verlauf der Menschheitsgeschichte nicht mehr als ein Wimpernschlag. Meist ist es uns nicht bewusst: Wir haben das natürliche Bedürfnis nach Ruhe. Es ist daher wichtig, dass man sich im Alltag ausreichend Pausen gönnt, um das Gehör und den Kopf zu entlasten und einer Schwerhörigkeit vorzubeugen. Ein Spaziergang an der frischen Luft im Park oder im Wald, abseits von Verkehrslärm oder das Lesen eines Buches bilden hier nur eine kleine Auswahl an Möglichkeiten. Sich in der Ruhe wohlzufühlen, fällt vielen Menschen schwer und muss erst wieder erlernt werden. Dennoch ist es ein Grundbedürfnis, welches nicht ignoriert werden sollte.
Ist der Verschleiß einmal vorhanden, kann dieser nicht mehr geheilt werden. Die Schäden sind irreparabel und daher höchst ernst zu nehmen. Laute Musik, auch wenn sie noch so schön ist, schädigt dem Gehör. Genauso wie laute Motorengeräusche oder Lärm auf der Arbeit. Wer nicht auf das Konzert der geliebten Band verzichten möchte oder durch die eigene Tätigkeit gezwungenermaßen übertriebenem Lärm ausgesetzt ist, sollte sich um entsprechenden Gehörschutz kümmern. Es gibt sogar die Möglichkeit, sich bei einem Hörgeräteakustiker einen individuellen Gehörschutz anfertigen zu lassen. Hauptsache das Gehör wird ausreichend geschützt und bleibt intakt und gesund.


