Beginn der Bauarbeiten an Suedlink: Ein Meilenstein für die Energiewende
Der Startschuss für den Bau des Suedlink-Abschnitts in Südniedersachsen markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Am Freitag wird der symbolische Baubeginn durch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und Vertreter der Netzbetreiber TransnetBW und Tennet in Einbeck gefeiert. Das Projekt sieht vor, auf einer rund 100 Kilometer langen Strecke Gleichstromkabel von Elze bei Hildesheim bis zum Dreiländereck von Hessen und Thüringen zu verlegen.
Der Suedlink ist ein Schlüsselprojekt zur Integration erneuerbarer Energien, insbesondere der Windkraft aus Norddeutschland. Ab 2028 sollen über die Leitung vor allem in Süddeutschland ansässige Verbraucher mit grünem Strom versorgt werden. Die Kapazität der Trasse soll etwa der Leistung von vier Atomkraftwerken entsprechen und es ermöglichen, rund zehn Millionen Haushalte mit sauberer Energie zu versorgen.
Die Finanzierungs- und Baulogistik des etwa 700 Kilometer langen Suedlinks stellt eine ehrgeizige Investition von circa zehn Milliarden Euro dar. Die Stromleitung wird vollständig unterirdisch verlegt und besteht aus zwei parallel laufenden Strängen, die sich zu den Endpunkten hin verzweigen. Dieses Großprojekt ist ein zentraler Bestandteil der Strategie, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen.

