Befindet sich die Nintendo Switch 2 Lite schon in Arbeit? Mysterium um OSM-Code entfacht Spekulationen
Kaum hat sich die Nintendo Switch 2 auf dem Markt etabliert, schon brodelt die Gerüchteküche erneut. Ein unscheinbarer Modellcode mit der Bezeichnung „OSM“, entdeckt auf dem Nintendo Account Portal, hat die Community in Aufruhr versetzt. Während die aktuelle Switch 2 unter dem Kürzel „BEE“ firmiert, weicht „OSM“ deutlich von Nintendos bisheriger Benennungslogik ab. Traditionell hielt der japanische Konzern seine Modellcodes für verwandte Hardware stets ähnlich – die originale Switch trug beispielsweise „HAC“, während Ableger wie die Switch Lite mit „HDH“ und die OLED-Version mit „HGE“ etikettiert wurden. Doch „OSM“ tanzt völlig aus der Reihe. Was steckt dahinter? Eine günstigere Switch 2 Lite? Ein Pro-Modell? Oder bloß ein Platzhalter ohne Substanz?
Ein rätselhafter Fund im digitalen Nirgendwo
Der Social-Media-Nutzer dootsky.re stieß bei einer Recherche im Nintendo Account Portal auf den mysteriösen „OSM“-Code. Wer diesen in die Adresszeile eingibt, erhält eine schemenhafte Darstellung, die einer Switch 2 gleicht – allerdings in Form eines SVG-Bildes. SVG, kurz für Scalable Vector Graphics, ist ein Bildformat, das für seine verlustfreie Skalierbarkeit bekannt ist und häufig in Webdesign-Projekten Verwendung findet. Doch genau hier liegt das Problem: Die Darstellung ist so rudimentär, dass es nahezu unmöglich ist, konkrete Unterschiede zum regulären Switch-2-Modell auszumachen. Ist es ein schlankeres Gerät? Fehlen die abnehmbaren Joy-Cons? Oder handelt es sich um eine leistungsstärkere Pro-Variante mit verbesserter Hardware?
Die Tatsache, dass das Bild ein Platzhalter sein könnte, macht die Sache nicht einfacher. Nintendo hat in der Vergangenheit gerne vorab Codes und Grafiken in seine Systeme integriert, die erst später ihre wahre Bestimmung offenbarten. Dennoch: Die schiere Existenz dieses Codes lässt aufhorchen.
Nintendos Tradition der Hardware-Varianten
Wer die Historie von Nintendo verfolgt, weiß: Der Konzern liebt es, seine Konsolen in verschiedenen Varianten anzubieten. Die originale Switch bekam nach etwa zwei Jahren die Switch Lite – ein reines Handheld-Modell ohne Docking-Station und abnehmbare Controller. Später folgte die Switch OLED mit verbessertem Display. Noch weiter zurück betrachtet zeigt sich das Muster besonders deutlich beim Nintendo 3DS: Über die Jahre gesellten sich der größere 3DS XL, der etwas leistungsstärkere New Nintendo 3DS, der kindgerechte 2DS und etliche Sondermodelle zur Familie.
Auch die Konkurrenz verfährt ähnlich. Sony brachte die PS5 Slim und die PS5 Pro auf den Markt, während Microsoft bei der Xbox One mit der Xbox One X eine Performance-Variante nachschob. Lediglich bei der aktuellen Xbox-Generation verzichtet das Unternehmen aus Redmond bislang auf solche Mid-Cycle-Upgrades. Nintendo hingegen dürfte kaum vom bewährten Pfad abweichen.
Switch 2 Lite: Kompromisse für den Geldbeutel?
Falls „OSM“ tatsächlich für eine Switch 2 Lite steht, dürften Abstriche unausweichlich sein. Der günstigere Preis würde vermutlich durch den Verzicht auf die TV-Docking-Funktion erkauft. Wie schon beim Vorgängermodell könnten die Joy-Cons fest verbaut werden, was zwar Kosten spart, aber auch Flexibilität kostet. Denkbar wären zudem ergonomische Anpassungen, um längere Handheld-Sessions komfortabler zu gestalten – etwa ein leichteres Gehäuse oder bessere Griffe.
Spekulationen reichen von einem kleineren Display über eine abgespeckte GPU bis hin zu weniger internem Speicher. Doch all das bleibt Kaffeesatzleserei, solange Nintendo schweigt.
Verkaufszahlen: Erfolg mit Stolpersteinen
Die Switch 2 startete im Juni 2025 und hatte bis November bereits über 10 Millionen verkaufte Einheiten vorzuweisen – ein beachtlicher Erfolg. Doch im November und Dezember 2025 erlebte die Konsole einen Einbruch und fiel hinter die Launch-Zahlen der originalen Switch zurück. Ob dieser Rückgang temporär ist oder auf strukturelle Probleme hindeutet, bleibt abzuwarten. Eine günstigere Variante könnte genau das Mittel sein, um neuen Schwung in die Verkaufszahlen zu bringen und eine breitere Zielgruppe anzusprechen.


