BBVA: Zwischen Rekordgewinnen und Kursverlusten

Die spanische Großbank BBVA konnte im Jahr 2025 ihren Jahresüberschuss dank starker Geschäfte in der Heimat um beachtliche fünf Prozent auf insgesamt 10,5 Milliarden Euro steigern. Dieses Wachstum wurde jedoch durch die Wechselkursentwicklung gebremst, denn der starke Euro im Vergleich zum mexikanischen Peso drückte auf die Ergebnisse. Besonders in Mexiko, wo BBVA stark vertreten ist, sorgte die Währungsentwicklung für einen Gewinnrückgang von über drei Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Betrachtet man den Gewinn jedoch in der Landeswährung, legte dieser um fast sechs Prozent zu. In Spanien hingegen blühte das Geschäft der BBVA mit einem Überschussanstieg von elf Prozent auf 4,2 Milliarden Euro auf.
Trotz des erfreulichen Ergebnisses reagierte die Börse verhalten. Die BBVA-Aktie verlor bis zum Mittag rund 6,6 Prozent und zählte damit zu den Verlierern im Eurozonen-Index EuroStoxx 50. Von den Jahresgewinnen blieb damit nur noch ein Zuwachs von zwei Prozent. Noch am Dienstag hatte das Papier mit 22,33 Euro ein Allzeithoch erreicht. Trotzdem stiegen die konzernweiten Erträge um vier Prozent auf fast 37 Milliarden Euro, angeführt von einem Wachstum des Zinsüberschusses um ebenfalls vier Prozent auf über 26 Milliarden Euro.
Ein Rückblick ins vergangene Jahr offenbart, dass BBVA beim Versuch, die Konkurrentin Sabadell zu übernehmen, gescheitert war. Angesichts dessen hatte die Bank beschlossen, eigene Anteile im Wert von vier Milliarden Euro zurückzukaufen, um das Vertrauen der Anleger zu stärken.

