Battlefield 6 war das meistverkaufte Spiel 2025 und EA entlässt trotzdem Entwickler
Battlefield 6 erschien im Oktober 2025 und verkaufte sich in den ersten drei Tagen sieben Millionen Mal. Es war das meistverkaufte Spiel des Jahres 2025 in den USA und der erfolgreichste Launch in der Geschichte der Reihe. EA meldete für das dritte Geschäftsjahr 2026 einen Nettoumsatz von über 1,9 Milliarden US-Dollar. Trotzdem entlässt der Publisher nun Mitarbeitende über alle vier Studios hinweg, die gemeinsam an der Battlefield-Reihe arbeiten: DICE, Criterion Games, Ripple Effect Studios und Motive Studio. Wie viele Menschen ihren Job verlieren, hat EA bislang nicht kommuniziert.
Was EA sagt und was das bedeutet
Ein EA-Sprecher bestätigte gegenüber IGN, das zuerst über die Entlassungen berichtete, dass gezielte Änderungen innerhalb der Battlefield-Organisation vorgenommen worden seien, um die Teams besser auf das auszurichten, was der Community am wichtigsten sei. Battlefield bleibe eine der größten Prioritäten, man investiere weiterhin in das Franchise, geleitet von Spielerfeedback und den Erkenntnissen aus den Battlefield Labs. Kein einziges der vier betroffenen Studios soll geschlossen werden, alle bleiben operativ.
Das ist die vollständige offizielle Aussage. Warum entlassen wird, wer entlassen wird und was genau unter Neuausrichtung zu verstehen ist, lässt EA offen.
Warum das trotzdem keine Überraschung ist
Live-Service-Spiele verändern nach dem Launch den Personalbedarf grundlegend. In der Entwicklungsphase braucht ein Spiel wie Battlefield 6 Hunderte von Entwicklenden für Kampagne, Multiplayer-Karten, Technik und Engine-Arbeit. Nach dem Launch schrumpft der laufende Betrieb auf ein kleineres Team, das Updates, Balance-Änderungen und Seasons liefert. Das ist Branchenstandard, auch wenn er für die Betroffenen keine Erleichterung darstellt.
Was den Fall Battlefield besonders zuspitzt: Die Entlassungen treffen Studios, die gerade erst bewiesen haben, dass sie ein Massenprodukt liefern können. DICE hatte sich nach dem desaströsen Battlefield 2042 von 2021 erholt, Criterion hatte das erste Mal seit Jahren wieder an einem Vollpreistitel mitgewirkt. Dieser Kontext macht die Maßnahmen schwerer einzuordnen als übliche Post-Launch-Kürzungen.


