Battlefield 6-Kampagne offenbar nicht einmal im Alpha-Status?!
Die Entwicklung des nächsten Battlefield-Spiels (Battlefield 6) verläuft offenbar alles andere als reibungslos, wie ein neuer Bericht darstellt. Besonders die Einzelspielerkampagne soll weit hinter dem Zeitplan zurückliegen. Das ursprüngliche Entwicklerteam von Ridgeline Games wurde laut Insidern bereits vollständig aufgelöst.
Wie aus einem Bericht von ArsTechnica.com hervorgeht, war ursprünglich das 2021 gegründete US-Studio Ridgeline Games für die Singleplayer-Kampagne verantwortlich. Unter der Leitung von Halo-Veteran Marcus Lehto arbeitete das Team rund zwei Jahre an der Geschichte. Doch offenbar war die Führung von Battlefield 6 mit den Fortschritten unzufrieden. Ridgeline wurde 2024 geschlossen, Lehto verließ das Unternehmen.
Übrig blieb von der Kampagne angeblich kaum etwas Verwertbares. Laut Quellen aus dem Umfeld von Electronic Arts mussten DICE, Criterion und Motive die Arbeit nahezu komplett neu beginnen, jedoch mit denselben engen Zeitvorgaben wie zuvor. Die Folge: Die Kampagne hinkt dem Rest des Projekts um über zwei Jahre hinterher und ist laut Insidern das einzige Spielmodul, das den Alpha-Status noch nicht erreicht hat.
Neues Battlefield (6) unter massivem Zeitdruck
„Battlefield 6“ derzeit unter dem Codenamen „Glacier“ in Entwicklung wurde nach dem enttäuschenden Battlefield 2042 als kompletter Neustart konzipiert. EA plante ein „komplettes Paket“ aus Multiplayer, Battle Royale, Community-Modus und eben auch Einzelspielerkampagne. Doch dieser ehrgeizige Ansatz und der damit verbundene Produktionsdruck führten zu strukturellen Spannungen, Burnout und hohen Entwicklungskosten. Das Spiel soll inzwischen ein Budget von über 400 Millionen US-Dollar verschlingen, das bislang teuerste Battlefield überhaupt.

Battlefield Labs wird dazu genutzt um gemeinsam mit der Community am neuen Shooter zu arbeiten. – Bild: EA
Ob die Kampagne zum geplanten Release des Spiels im Fiskaljahr von EA (bis März 2026) tatsächlich fertiggestellt wird, ist aktuell fraglich. Laut mehreren Quellen könnten Teile der Kampagne gekürzt oder nachträglich per Patch oder DLC nachgereicht werden, um das geplante Veröffentlichungsfenster einzuhalten.
Die Situation erinnert stark an die problematische Entstehung von Battlefield 2042, bei dem Inhalte erst Monate nach Launch nachgereicht wurden. Für viele Entwickler stellt sich daher erneut die Frage, ob der Druck großer AAA-Projekte überhaupt noch tragbar ist.

