Balkonkraftwerke boomen weiterhin – Ein Trend in der Mitte der Gesellschaft
Im ersten Halbjahr hat sich die Zahl der Balkonkraftwerke in Deutschland um beeindruckende 220.000 erhöht. Bis zum 30. Juni dieses Jahres wurden bei der Bundesnetzagentur bereits über eine Million dieser Mini-Solarkraftwerke registriert. Die tatsächliche Zahl könnte aufgrund der Nachmeldefrist und der nicht vollständigen Anmeldungen sogar noch darüber liegen.
Trotz der bereits hohen Wachstumsrate bleibt der Trend ungebrochen. Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft betont, dass die Nachfrage unvermindert hoch sei, was durch gesetzliche Erleichterungen und gesunkene Preise weiter angekurbelt werde. Ein zusätzlicher Wachstumsschub dürfte durch die Aufnahme der Geräte in das Sortiment großer Handelsunternehmen resultieren. Dies unterstreicht die zunehmende Akzeptanz und Verankerung dieser Technologien in der Gesellschaft.
In den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern gibt es erwartungsgemäß die meisten Balkonkraftwerke. Dennoch zeigen relativ gesehen Niedersachsen und Rheinland-Pfalz die höchste Anzahl an Anlagen pro Haushalt. Hier kommen auf 1.000 Haushalte knapp 34 beziehungsweise knapp 31 Anlagen. Im Gegensatz dazu verzeichnen insbesondere die Stadtstaaten die geringste Dichte. Hamburg bildet das Schlusslicht mit nur knapp 8 Anlagen pro 1.000 Haushalten, was auf die städtische Bauweise zurückzuführen ist. Unter den Flächenländern verzeichnen NRW und Bayern ebenfalls niedrigere Dichten mit gut 23 bzw. knapp 24 Anlagen pro 1.000 Haushalten.

