Bahnbrechendes Abkommen ebnet Weg für Waffenruhe im Gazastreifen
Die israelische Regierung hat einem bedeutenden Abkommen mit der Hamas zugestimmt und damit den Weg für ein sofortiges Ende der Kämpfe im Gazastreifen bereitet. Ein Kabinettsbeschluss sieht die umgehende Einstellung der Militäreinsätze vor, um den Zugang für Hilfslieferungen zu ermöglichen. Obwohl mehrere rechtsextreme Minister, darunter Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir und Finanzminister Bezalel Smotrich, gegen das Abkommen gestimmt haben, fand es doch die erforderliche Mehrheit.
Im ägyptischen Scharm el Scheich wurde unter Vermittlung der USA, Katars, Ägyptens und der Türkei eine Vereinbarung über die erste Phase des von Donald Trump vorgeschlagenen 20-Punkte-Friedensplans erzielt. Mit dem Verkündeten Ende des Gaza-Kriegs durch die Hamas verbleiben jedoch mehrere zentrale Streitfragen.
Zeitgleich kündigte das Weiße Haus an, dass US-Truppen zur Absicherung der Waffenruhe bereitgestellt werden sollen. Ein gemeinsames Kontrollzentrum mit Beteiligung von Streitkräften aus Ägypten, Katar, der Türkei und möglicherweise den Vereinigten Arabischen Emiraten wird eingerichtet, um eine zuverlässige Koordination zu gewährleisten.
Eine Abmachung sieht vor, dass alle Geiseln, die noch im Gazastreifen sind, freigelassen werden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigte in einem Gespräch mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dass die Freilassung der Geiseln eines der zentralen Ziele des Konflikts ist.
Im Gegenzug muss Israel zahlreiche palästinensische Häftlinge freilassen. Unklar bleibt, welche Häftlinge genau betroffen sein werden. Der Durchbruch bei den Verhandlungen erfolgt kurz vor der Bekanntgabe des Friedensnobelpreises, wobei der US-Präsident für seine vermittelnde Rolle als Kandidat im Gespräch ist.
Die bevorstehenden Verhandlungen werden Herausforderungen mit sich bringen, darunter die Entwaffnung der Hamas und die zukünftige Regierungsführung des Gazastreifens. Diese Themen sind Teil der zwei Phasen des Friedensplans, mit der Hoffnung auf eine langfristige Lösung.

