Aumovio trotzt Umsatzrückgang mit positivem Börsenauftakt
Der frisch von Continental abgespaltene Autozulieferer Aumovio sieht sich trotz jüngster Umsatzrückgänge auf einem guten Weg, seine Gewinnmargen auszubauen. Das Unternehmen hat seine Umsatzerwartungen für das Jahr nach unten korrigiert und rechnet nun mit einem Ergebnis zwischen 18 und 19 Milliarden Euro. Die Ziele für die um Sondereffekte bereinigte operative Marge wurden beibehalten. Diese soll am oberen Ende der prognostizierten 2,5 bis 4,0 Prozent liegen, wie Vorstandschef Philipp von Hirschheydt mitteilte.
Erfreuliche Nachrichten gab es auch von der Börse: Trotz schwächerem Umsatzumfeld machte die Aktie von Aumovio einen Kurssprung und stieg um mehr als 6 Prozent auf 38,16 Euro. Analysten äußerten sich positiv über das operative Ergebnis des dritten Quartals, welches die Erwartungen übertroffen habe. Harry Martin von Bernstein hob hervor, dass der Markt bereits mit einer hohen Zielmarge gerechnet habe. Vanessa Jeffriess von Jefferies lobte die Fortschritte von Aumovio trotz des herausfordernden Umfelds.
Das Unternehmen vermeldete für das dritte Quartal einen Umsatzrückgang von 6,9 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis vor Sondereffekten von 150 Millionen Euro – ein Rückgang um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Von Hirschheydt verwies auf Wechselkurs-Einflüsse und strukturelle Anpassungen als Ursache. Um die Transformation zu meistern, hat Aumovio zuletzt ein Bremswerk in Italien veräußert.
Im Zuge der Umstrukturierung plant das Unternehmen, seine Prozesse gezielt für den Automobilsektor zu optimieren. Besonders erfreulich sind neue Verträge mit chinesischen Automobilherstellern, die das Wachstumspotential in Asien untermauern. Während der chinesische Markt floriert, verzeichnet Aumovio in Europa weiterhin ein rückläufiges Marktvolumen.

