Aufwind für US-Staatsanleihen: Trumps Rede in Davos ohne klare Marktrichtung
US-Staatsanleihen verzeichneten am Mittwoch einen leichten Kursanstieg. Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Staatspapiere, der sogenannte T-Note-Future, legte um 0,07 Prozent auf 111,50 Punkte zu. Im Gegenzug sank die Rendite der zehnjährigen Anleihen auf 4,28 Prozent. Unerwartet blieb, dass die mit Spannung erwartete Rede von US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos dem Markt keine klare Richtung vorgab.
In seiner Rede wiederholte Trump die Forderung, dass die USA Grönland übernehmen sollten, um die Sicherheitsinteressen der Welt zu gewährleisten. Trotz der Eindringlichkeit dieser Forderung betonte er, auf Gewalt zu verzichten und forderte „sofortige Verhandlungen“, ohne jedoch den gewünschten Verhandlungspartner zu benennen. Interessanterweise sind bei dieser Gelegenheit keine neuen Drohungen hinsichtlich europäischer Zölle ausgesprochen worden.
Zusätzlich sorgte eine Anhörung in Washington für Aufsehen, bei der das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten die Bestrebungen Trumps skeptisch betrachtete, die amtierende Direktorin der US-Notenbank, Lisa Cook, zu entlassen. Trump wirft ihr Hypothekenbetrug vor, doch sowohl konservative als auch liberale Richter stellten bei der Anhörung kritische Fragen zu diesem Vorhaben, da die Unabhängigkeit der Fed in Gefahr geraten könnte. Selbst unter den von Trump ernannten Richtern gab es Skepsis gegenüber seinem Ansinnen.

