Aufschwung in der US-Industrie: ISM-Index zeigt leicht positive Entwicklung
Der jüngste Bericht des Institute for Supply Management (ISM) bringt erfreuliche Nachrichten für die US-Industrie: Der Einkaufsmanagerindex (EMI) ist im Juni um 0,5 auf 49,0 Punkte gestiegen. Diese positive Entwicklung ist die erste seit mehreren Monaten, nachdem der Indikator zuvor viermal hintereinander gefallen war. Experten hatten hingegen etwas weniger Optimismus und im Durchschnitt einen Wert von 48,8 Punkten prognostiziert.
Obwohl der Anstieg des ISM-Index ein positives Signal setzt, bleibt er dennoch unterhalb der kritischen Marke von 50 Punkten, was weiterhin auf eine rückläufige wirtschaftliche Aktivität in der Industrie hindeutet. Im Januar war dieser Wert erstmals seit Oktober 2022 über die Wachstumsschwelle gestiegen und blieb auch im Februar knapp darüber.
Die Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed könnten durch diese Daten gebremst werden. Ulrich Wortberg, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen, weist darauf hin, dass der ebenfalls gestiegene Index der bezahlten Preise auf eine anhaltende Zurückhaltung der Fed in Sachen geldpolitische Lockerung hinweisen könnte. Vertreter der Fed betonen immer wieder, dass die Inflationsrisiken vorsichtige Entscheidungen erfordern.

