Aufbruch in die Lüfte: ERC System plant Serienreife für eVTOL bis 2031
Das bayerische Innovationsunternehmen ERC System, ansässig in Ottobrunn bei München, zeigt sich unerschrocken von den jüngsten Rückschlägen in der Luftfahrtbranche und verfolgt ambitioniert das Ziel, bis 2031 einen fliegenden Senkrechtstarter bis zur Serienreife zu entwickeln. Das Unternehmen, das sich 2020 formierte, arbeitet derzeit an einem mit Hybridmotor ausgestatteten eVTOL, das in der Fachsprache als electric Vertical Take-Off and Landing aircraft bezeichnet wird. Geplant ist ein Einsatz als fliegender Krankenwagen in Zusammenarbeit mit der Luftrettung DRF, wie bei der Prototypvorstellung in Erding bekannt gegeben wurde.
Während die eVTOL-Unternehmen Lilium und Volocopter aufgrund finanzieller Engpässe kürzlich Insolvenz anmelden mussten, verfolgt ERC System mit einem hybriden Geschäftsmodell und strategischem Investor andere Wege. Max Oligschläger, Mitgründer und CFO von ERC, betont die Vorteile der Elektrifizierung, insbesondere in Bezug auf die Betriebskosten für kleinere Flugzeuge mit einer Kapazität von bis zu sechs Personen.
Die DRF sieht in diesen Entwicklungen eine zukunftsträchtige Möglichkeit, Patienten häufiger von einem Krankenhaus zum anderen zu transportieren, demnächst möglicherweise vermehrt notwendig durch finanzielle Engpässe und strukturelle Reformen im Gesundheitssektor.
Finanzielle Sicherheit bietet ERC System der langfristige Kooperationspartner IABG aus Bayern, der das Unternehmen nicht nur kapitaltechnisch, sondern auch mit umfassender Luftfahrterfahrung unterstützt. Für die Zukunft sollen weitere Investoren ins Boot geholt werden, um die Ziele von ERC zu realisieren.
Der in Erding präsentierte Prototyp "Romeo" ist derzeit eine rein elektrische Drohne, doch das fertige Produkt soll eine Reichweite von bis zu 800 Kilometern erzielen. Diese Reichweite wird durch den Einsatz eines Kolbenmotors erreicht, der den zukünftigen Hybridantrieb unterstützt, wie ERC-Vorstand David Löbl erläutert.

