Aufatmen am deutschen Aktienmarkt: DAX erholt sich nach Trump-Treffen
Der deutsche Aktienmarkt zeigt nach drei Tagen der Unsicherheit eine deutliche Erholung. Die drohenden US-Zölle auf Waren aus acht europäischen Ländern, die ab dem 1. Februar greifen sollten, sind nach einem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte vorerst vom Tisch. Anleger reagierten entsprechend erleichtert, und der DAX stieg in den ersten Handelsminuten um 1,3 Prozent auf 24.878 Punkte. Dies ist eine bemerkenswerte Wende, nachdem der Index tags zuvor auf beinahe 24.349 Punkte abgesunken war und seit dem Höchststand in der Vorwoche bei 25.507 Punkten etwa 4,5 Prozent verloren hatte.
Ähnlich positiv zeigt sich der MDax, der sich stabil auf 31.349 Punkte bewegte. Auch der EuroStoxx 50, als Leitindex der Eurozone, legte nach der Korrektur der letzten Tage wieder zu. Hintergrund dieser Entwicklung ist ein Gespräch zwischen Trump und Rutte über Pläne zu einem neuen Abkommen bezüglich Grönland und der Arktis, welches die US-Zollandrohungen überflüssig macht. Dieses Treffen ist umso bedeutsamer, da das EU-Parlament in direktem Widerspruch zu Trumps Drohungen kürzlich die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA ausgesetzt hatte.
Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners betont, dass die konkreten Details des Abkommens noch ausstehen. Für die Finanzmärkte hat jedoch die Entschärfung der Zollproblematik derzeit Vorrang. Ob die Thematik Grönland langfristig zur Zufriedenheit aller Beteiligten geklärt wird, bleibt weiterhin offen. Für den Moment reagieren die Märkte jedoch positiv auf die neuen Entwicklungen.
Besonders die Automobilbranche zeigt sich optimistisch. Vor allem Werte wie VW, BMW und Mercedes steigerten sich vorbörslich deutlich, nachdem der europäische Auto-Branchenindex kürzlich auf den tiefsten Stand seit Oktober gefallen war. VW konnte zudem mit einem positiven Cashflow im Konzernbereich Automobile punkten. Im Umfeld dieser positiven Nachrichten reagierten auch Anleger der Deutschen Börse erfreut auf das milliardenschwere Angebot für die Fondsplattform Allfunds.

