Auf deutschen Straßen: Grüner Wandel bei Autos, aber der SUV-Boom bleibt ungebrochen
Die Fahrzeugflotten in Deutschland zeigen einen deutlichen Trend zu mehr umweltfreundlichen Antrieben. Laut jüngsten Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes erfüllten mit Stichtag 1. Januar knapp 53 Prozent der registrierten rund 49 Millionen Pkw entweder den strengen Euro-6-Abgasstandard oder waren als reine Elektrofahrzeuge völlig emissionsfrei. Dies markiert einen nennenswerten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Anteil noch bei 49 Prozent lag. Der Aufwärtstrend hin zu Euro-6-Fahrzeugen wird maßgeblich dadurch angetrieben, dass die Zahl der älteren, stärker belastenden Autos im Fahrzeugbestand um etwa 1,7 Millionen zurückgegangen ist. Welche Wege diese Fahrzeuge nahmen, bleibt jedoch unklar.
Die klare Vorliebe für Elektroautos zeigt sich ebenfalls: Der Bestand dieser emissionsfreien Fahrzeuge stieg um 243.000 auf insgesamt 1,65 Millionen. Dennoch gibt es innerhalb des Fahrzeugbestandes bemerkenswerte Verschiebungen. Besonders auffällig ist der Rückgang der Klein- und Kompaktwagen sowie Minis. Trotz ihrer nach wie vor führenden Stellung mit 11,2 Millionen Fahrzeugen sank die Kompaktklasse um 132.000 Autos. Parallel dazu verringerte sich die Anzahl der Kleinwagen um 101.000 auf 8,6 Millionen, während die Zahl der noch kleineren Minis um 62.000 auf 3,3 Millionen schrumpfte.
Auf der anderen Seite erfreuen sich SUVs wachsender Beliebtheit. Ihr Bestand erhöhte sich um 588.000 auf 6,6 Millionen. Geländewagen und Wohnmobile erleben ebenfalls einen Zuwachs. Bemerkenswert ist dabei die zunehmende Integration von Elektro-SUVs, die durch ihre Bauweise hervorragend Platz für Batterien bieten. So stieg der Bestand an rein elektrischen SUVs auf eindrucksvolle 626.000 Fahrzeuge, was keine andere Fahrzeugklasse auch nur annähernd erreicht.

