Assassin’s Creed Codename Hexe verliert seinen kreativen Kopf – Jean Guesdon übernimmt das Ruder
Ubisoft kommt derzeit nicht zur Ruhe. Kaum hat das Unternehmen seinen umfassenden Umbau verkündet, folgt die nächste personelle Erschütterung – und diesmal betrifft sie eines der am sehnlichsten erwarteten Projekte im gesamten Assassin’s Creed-Universum. Clint Hocking, kreativer Leiter von Assassin’s Creed Codename Hexe, hat das Unternehmen verlassen. Was das für das düsterste Kapitel der Reihe bedeutet und wer das Ruder nun übernimmt, ist komplizierter als ein bloßer Personalwechsel vermuten lässt.
Hockings Abgang – ein Verlust mit Gewicht
Clint Hocking ist kein unbeschriebenes Blatt. Der Branchenveteran, bekannt für seine prägenden Arbeiten der frühen 2000er Jahre, stand seit Jahren an der Spitze von Codename Hexe – einem Projekt, das seit seiner ersten Ankündigung im Jahr 2022 mit kaum mehr als einem kurzen Teaser in Erscheinung getreten ist. Sein Weggang wurde laut übereinstimmenden Berichten im Rahmen einer internen Besprechung durch die neue Führungsriege des Assassin’s Creed-Franchise bekanntgegeben. Ubisoft äußerte sich in einer offiziellen Erklärung respektvoll: „Wir danken ihm aufrichtig für seine Vision, seine kreativen Beiträge und seinen Einsatz über die Jahre und wünschen ihm alles Gute für sein nächstes Kapitel.“ Warme Worte – aber auch ein klares Zeichen dafür, dass sich hinter den Kulissen mehr verändert hat als ein einzelner Stuhlwechsel.
Jean Guesdon übernimmt – ein erfahrener Mann für eine heikle Aufgabe
Als Nachfolger übernimmt Jean Guesdon, der bisherige Inhaltschef des Assassin’s Creed-Franchise und ein Mann mit beachtlichem Leistungsausweis: Er zeichnete unter anderem für Assassin’s Creed IV: Black Flag und Assassin’s Creed Origins verantwortlich – zwei Titel, die in der Gemeinschaft noch heute hohes Ansehen genießen. Ubisofts Statement lässt keinen Zweifel daran, dass das Projekt trotz des Führungswechsels auf Kurs bleibt: „Die Entwicklung von Assassin’s Creed Codename Hexe wird von einem erfahrenen Team fortgesetzt. Das Spiel wird etwas Einzigartiges innerhalb des Assassin’s Creed-Franchise liefern.“ Einzigartigkeit ist tatsächlich das passende Wort – Hexe soll im Umfeld der Hexenprozesse angesiedelt sein und als dunkelster und horrorlastigster Ableger der Reihe in die Geschichte eingehen.
Umstrukturierung, Schreibteam und das große Bild
Rund um das Projekt gibt es noch weitere bewegliche Teile. Narrativdirektor Darby McDevitt hatte zuvor bestätigt, dass Christopher Grilli – Autor von Assassin’s Creed Mirage und Valhalla – ebenfalls an Codename Hexe beteiligt ist, jedoch an einem separaten Inhalt mit einem anderen Team. Die Haupterzählung liegt in den Händen von Kristen McGorry als leitende Autorin. Was Grillis „anderer Inhalt“ konkret bedeutet, bleibt offen – Vermutungen innerhalb der Fangemeinde deuten auf nachträgliche Erweiterungen hin, ohne dass der ursprüngliche Veröffentlichungsplan davon berührt würde. Eingebettet ist das alles in Ubisofts neu ausgerichtete Struktur: Das Assassin’s Creed-Franchise liegt fortan unter dem Dach der neu gegründeten Vantage Studios, die gleichzeitig auch für die Far Cry-Reihe zuständig sind. Intern brodelt es derweil weiter – Gewerkschaftsvertreter haben sogar den Rücktritt von Unternehmenschef Yves Guillemot gefordert.


