Assassin’s Creed Codename Hexe: Entwickler streichen magische Features und die Katzensteuerung
Die Schatten über dem Heiligen Römischen Reich werden dichter, während Assassin’s Creed Codename Hexe im Zuge interner Umstrukturierungen eine spürbare Wandlung durchläuft. Während die Gerüchteküche über das bisher düsterste Kapitel der Saga brodelt, dringen Informationen über einen radikalen Kurswechsel an die Öffentlichkeit. Fans, die auf übernatürliche Spielereien gehofft hatten, müssen sich nun auf eine weitaus geerdetere Erfahrung einstellen, als ursprünglich vorgesehen war. Ein prominentes Feature scheint dabei bereits den Scheren der Entwickler zum Opfer gefallen zu sein.
Ein eiserner Besen im Entwicklerstudio
Seit Jean Guesdon im Februar die Zügel des Franchise in die Hand nahm, weht bei Vantage Studios ein spürbar anderer Wind. Laut dem profilierten Leaker j0nathan hat der neue Inhaltsdirektor entschieden, sämtliche allzu phantastischen oder magischen Komponenten aus dem Projekt zu tilgen. Besonders schmerzlich für Tierfreunde: Die geplante Mechanik, mit der du die Kontrolle über eine Katze übernehmen konntest, wurde gestrichen. Ursprünglich sollte dieser Kniff wohl neue Wege bei der Infiltration eröffnen, doch Guesdon scheint eine striktere Trennung von Mythologie und Realität zu forcieren, um die Erzählung fokussierter zu gestalten. Diese Zäsur markiert eine Abkehr von den mythologischen Exzessen der letzten Jahre und könnte die Reihe wieder näher an ihre historischen Wurzeln rücken.
Effizienzsteigerung durch Reduzierung
Dieser radikale Einschnitt in das Spieldesign könnte jedoch einen handfesten Vorteil bieten. Wie aus Insiderkreisen verlautet, war die Katzensteuerung technisch noch weit davon entfernt, reibungslos zu funktionieren. Durch das Entfernen solch komplexer, aber für die Kernhandlung nebensächlicher Spielereien können sich die Teams nun auf die wirklich essenziellen Aspekte konzentrieren. Dies könnte den Entwicklungsprozess sogar beschleunigen, was angesichts der massiven Verschiebungen bei Ubisoft bitter nötig scheint. Der Weggang von Game Director Benoit Richer zu einem Indie Studio verdeutlicht jedoch, dass dieser neue, nüchterne Kurs nicht bei jedem im Team auf ungeteilte Gegenliebe stieß. Man fokussiert sich nun primär darauf, die düstere Atmosphäre ohne den Sukkurs magischer Elemente zu tragen.
Düstere Aussichten und eine Rückkehr in die Karibik
Trotz der spielmechanischen Straffung soll die eigentliche Geschichte von Assassin’s Creed Codename Hexe unangetastet bleiben. Guesdon verspricht ein Erlebnis, das deutlich düsterer und narrativ getriebener ausfällt, als wir es von bisherigen Ablegern gewohnt sind. Ob der anvisierte Termin zum Jahresende 2027 gehalten werden kann, steht in den Sternen. Wer die Wartezeit überbrücken möchte, darf sich immerhin auf Assassin’s Creed Black Flag Resynced freuen, das nach einer internen Umstrukturierung nun am 9. Juli erscheint. Mit einem Preis von etwa 59,99 Euro für die Standard Version bei Händlern wie Amazon bleibt Ubisoft hier seiner Linie treu, während Codename Hexe wohl als nächstes großes Flaggschiff noch intensiveren Grind und eine tiefere Meta verspricht. Die Abkehr von magischen Gimmicks könnte letztlich dazu führen, dass die unheimliche Stimmung des Settings noch besser zur Geltung kommt.


