Asiatische Börsen zeigen gemischte Performance nach stabilen US-Arbeitsmarktdaten

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten am Donnerstag eine uneinheitliche Performance, inspiriert von der durchwachsenen Stimmung an den US-Börsen. Solide Arbeitsmarktdaten aus den USA dämpften Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen, was die Märkte zusätzlich beeinflusste. Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank erklärte, dass die US-Geldpolitik aktuell einen neutralen Zustand erreicht habe und weder den Arbeitsmarkt anheize noch die Inflation effektiv abbremse. Diese Einschätzung stellt Herausforderungen für die US-Notenbank unter der Führung von Kevin Warsh dar, der die von Präsident Trump gewünschten Zinssenkungen wohl kaum durchsetzen kann.
Die Erwartungen hinsichtlich der nächsten Zinssenkung der Fed wurden entsprechend von Juni auf Juli verschoben, wie Ulrich Stephan, Anlagestratege der Deutschen Bank, berichtete. Die insgesamt zurückhaltenden Zinsperspektiven führten dazu, dass einige asiatische Märkte an Dynamik gewannen. So erreichte die koreanische Börse neue Rekordhöhen.
In Japan bewegten sich die Märkte kaum, der Nikkei 225 schloss praktisch unverändert nach einem Feiertag am Vortag. Australiens Markt hingegen konnte seine Gewinne leicht ausbauen, mit einem Anstieg des S&P/ASX 200 um 0,32 Prozent.
In China zeigte sich ein gemischtes Bild: Der CSI-300-Index der Festlandbörsen gewann leicht um 0,12 Prozent, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 0,87 Prozent fiel. Auch in Indien gaben die Kurse geringfügig nach und rundeten damit die uneinheitliche Marktentwicklung in Asien ab.

