Asiatische Aktienmärkte auf Irrwegen: Uneinheitliche Entwicklungen zeichnen sich ab
An den bedeutendsten Börsen Asiens entstanden am Mittwoch divergente Entwicklungen. Währen die chinesischen Märkte eine gemischte Performance aufwiesen, bleiben die Fronten im Handelsstreit zwischen den USA und China weiterhin verhärtet.
Eine mögliche Verlängerung der auslaufenden Zollpause bleibt unklar, nachdem zweitägige Gespräche in Stockholm keine klaren Ergebnisse lieferten. Diese Unsicherheit spiegelt sich in der Stabilität des CSI-300-Index wider, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um deutliche 1,16 Prozent auf 25.228,04 Zähler fiel.
Auch in Japan setzte sich das Bild der Konsolidierung fort. Nach den vorangegangenen Kursgewinnen verzeichnete der Nikkei 225 einen leichten Verlust und schloss bei 40.654,70 Punkten.
Laut dem Anlagestrategen Ulrich Stephan von der Deutschen Bank dürfte das Gestiegene der jüngsten Inflationsdaten einer Zinserhöhung im Oktober erhöhen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist auf 60 Prozent gestiegen, verglichen mit 42 Prozent vor zwei Wochen.
Am australischen Markt hingegen war die Stimmung aufhellender. Der S&P/ASX 200 legte um 0,59 Prozent zu und schloss bei 8.756,40 Punkten, angetrieben von positiven Inflationsdaten.
Diese lassen auf eine mögliche Zinssenkung durch die australische Notenbank im August hoffen, erklärten Marktbeobachter der Deutschen Bank. Auch in Südkorea ergriffen die Anleger Optimismus: Die Aussicht auf eine Zollvereinbarung mit den USA noch vor dem 1. August sorgte für Gewinne.

