Aptos plant verschlüsseltes Mempool-Upgrade zum Schutz vor Frontrunning und Zensur

Aptos hat einen Vorschlag für ein natives verschlüsseltes Mempool-System vorgestellt, das es Nutzern ermöglichen soll, Transaktionen privat einzureichen, während die Geschwindigkeit und Transparenz des Netzwerks erhalten bleibt.
Wird der Vorschlag durch die Governance genehmigt, wäre Aptos die erste Layer-1-Blockchain, die verschlüsselte Transaktionseinreichungen direkt auf Protokollebene anbietet.
Aptos zielt auf MEV-Ausbeutung ab
Das System soll Nutzer vor Frontrunning, Zensur und Manipulation des Orderflows schützen. Nutzer könnten verschlüsselte Transaktionen mit einem Klick senden, wobei alle Transaktionsdaten nach der Blockbestätigung auf der Blockchain sichtbar werden.
Aptos erklärte, dass der Vorschlag angesichts des rasanten Wachstums der Aktivitäten auf dezentralen Börsen kommt. Die Spot-Handelsvolumina auf DEXs überschritten regelmäßig $200 Milliarden pro Monat im Jahr 2025 und lagen im dritten Quartal durchschnittlich bei etwa $476 Milliarden monatlich. Während dezentrale Börsen die Abhängigkeit von zentralen Verwahrungs- und Abwicklungssystemen beseitigten, stellte Aptos fest, dass die meisten Blockchains weiterhin ausstehende Transaktionen vor deren Abschluss offenlegen, was es Validierern und anderen Netzwerkteilnehmern ermöglicht, Handelsaktivitäten vor der Ausführung zu beobachten und potenziell auszunutzen.
Laut Aptos hat diese Sichtbarkeit zum Aufstieg des MEV-Marktes beigetragen, in dem Validierer und Händler durch das Umordnen oder Ausnutzen ausstehender Transaktionen profitieren. Der vorgeschlagene verschlüsselte Mempool zielt darauf ab, diese Exposition zu beseitigen, indem sichergestellt wird, dass die Transaktionsabsicht bis zur Ausführung vertraulich bleibt, während die Sicherheitsannahmen des Netzwerks erhalten bleiben.
Aptos Labs erklärte, dass das System auf Schwellenwert-Kryptographie und einem verteilten Schlüsselgenerierungsprozess basiert, der vor jeder Validierer-Epoche stattfindet. Transaktionen werden als verschlüsselte Nutzlasten eingereicht, und die Validierer entschlüsseln sie gemeinsam erst nach der Blockanordnung. Das Unternehmen fügte hinzu, dass traditionelle verschlüsselte Transaktionssysteme große Skalierungsprobleme haben, da Validierer individuell kommunizieren und partielle Entschlüsselungen für jede verschlüsselte Transaktion verarbeiten müssen. Dies führt zu hohen Kommunikations-, Rechen- und Latenzkosten im gesamten Netzwerk.
Um dieses Problem zu lösen, hat das Forschungsteam ein gebündeltes Schwellenwert-Entschlüsselungsschema entwickelt, das es Validierern ermöglicht, eine einzige partielle Entschlüsselung für eine gesamte Charge verschlüsselter Transaktionen zu erzeugen, anstatt sie einzeln zu bearbeiten. Aptos erklärte, dass dies den Kommunikations- und Rechenaufwand erheblich reduziert, während die meiste Verarbeitungsarbeit im Voraus erledigt werden kann.
Das Unternehmen enthüllte weiter, dass das System Replay-Angriffe verhindert, die Notwendigkeit für Nutzer, um Verschlüsselungsplätze zu konkurrieren, beseitigt und Transaktionseinreichungen vermeidet. Aptos sagte, dass das verschlüsselte Mempool direkt in das Konsensprotokoll des Netzwerks integriert wird und nur minimale zusätzliche Latenz einführt.
APT-Kursentwicklung
Der native Token von Aptos, APT, ist in den letzten 30 Tagen stetig gestiegen, von etwa $0,82 Mitte April auf fast $1,10 Mitte Mai. APT verzeichnete im Laufe des Monats mehrere starke Aufwärtsbewegungen und überschritt kurzzeitig $1,20, bevor er leicht zurückging.
In den letzten 24 Stunden fiel er jedoch um fast 2% und wird nahe $1,10 gehandelt.

