Eulerpool News

Anwohnerparken: Deutsche Umwelthilfe kritisiert niedrige Gebühren

22. Februar 2025, 06:49 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert die zu niedrigen Gebühren für Anwohnerparken in vielen deutschen Städten und fordert bundesweit eine Erhöhung auf mindestens 360 Euro. Höhere Kosten sollen den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder attraktiver machen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) schlägt Alarm: In vielen deutschen Großstädten sind die Gebühren für Anwohnerparken laut der Umweltschutzorganisation zu niedrig angesetzt. Jürgen Resch, der Bundesgeschäftsführer der DUH, bemängelt, dass der wertvolle städtische Raum zu Billigpreisen verschleudert wird - trotz der zunehmenden Fahrzeuganzahl und der damit einhergehenden Verknappung von Platz in urbanen Gebieten.

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage der Deutschen Umwelthilfe unter mehr als 100 größeren Städten untermauert diesen Standpunkt. Demnach kostet der Anwohnerparkausweis in Berlin lediglich 10,20 Euro im Jahr und deckt kaum die Verwaltungskosten. In Bonn, einem positiven Ausreißer, sind es hingegen 360 Euro. Diese Summe ist auch das Minimum, das die DUH für Anwohnerparkgebühren bundesweit fordert.

Obwohl einigenorts bereits Preissteigerungen einführt wurden, erheben laut der Umfrage noch immer 66 Städte, darunter München, weniger als 31 Euro im Jahr für den Parkausweis. In anderen Metropolen wie Köln und Hamburg sind die Gebühren moderat gestiegen. Hamburg verlangt 65 Euro im Jahr, während Köln Preise abhängig von der Fahrzeuggröße staffelt - zwischen 100 und 120 Euro jährlich.

Die Deutsche Umwelthilfe sieht in höheren Parkgebühren einen wichtigen Hebel für die Verkehrswende, da steigende Automobilkosten den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad attraktiver machen. Beispiele für erfolgreiche Anpassungen finden sich in Münster und Tübingen, wo Bürger mittlerweile 260 Euro bzw. 200 Euro pro Jahr für das Anwohnerparken zahlen.

Die niedrigen Gebühren in Städten wie Düsseldorf oder Oranienburg - maximal 26 Euro - bieten hingegen keinen Anreiz, auf das Auto zu verzichten. Resch hebt kritisch hervor, dass der Preis für das Deutschlandticket mit fast 700 Euro kaum mit den geringen Parkgebühren in Städten wie Berlin vergleichbar sei.

Einschränkungen bei der Preisgestaltung ergeben sich jedoch oft aus Landesregelungen, die den Städten wenig Spielraum lassen. Etwa ein Drittel der befragten Kommunen sind hiervon betroffen. Die DUH ruft daher die Bundesländer dazu auf, ihren Gemeinden mehr Freiraum zu gewähren.

Insbesondere in Berlin, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, dem Saarland und Bayern ist die Einführung einer gerechteren Gebührenordnung gefordert. In der Hauptstadt steht derzeit eine umfassende Anhebung der Gebühren zur Diskussion, wobei auch der regierende Bürgermeister auf die Notwendigkeit dieser Maßnahme hinweist.

Green
[Eulerpool News] · 22.02.2025 · 06:49 Uhr
[1 Kommentar]
Weihnachtsmänner (Archiv)
Köln - Wer beim Nikolaus auf Bio-Produkte setzt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln), über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Demnach kostet ein typischer Nikolausstiefel mit Schokofigur, Walnüssen, Lebkuchen, Pfeffernüssen, Dominosteinen und Clementinen in Bio-Qualität durchschnittlich 12,42 Euro. […] (00)
vor 11 Minuten
Hayley Williams hat zugegeben, dass es 'viele Male' gab, in denen sie 'nicht mehr hier sein wollte'.
(BANG) - Hayley Williams hat zugegeben, dass es "viele Male" gab, in denen sie "nicht mehr hier sein wollte". Die Paramore-Frontfrau sprach offen über ihre psychischen Probleme und darüber, dass Songwriting für sie eine Art Therapie geworden ist. Im Podcast 'Good Hang' von Amy Poehler erzählte sie vom Song 'Last Hope', den sie in der schwierigen Zeit nach dem Ausstieg von Zac und Josh Farro 2010 […] (00)
vor 13 Stunden
Netflix
Los Angeles (dpa) - Der Streaming-Riese Netflix liegt Medienberichten zufolge vorn im Bieter-Wettstreit um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers. Netflix habe das höchste Gebot eingereicht, berichtete der Nachrichtensender CNN, der selbst zum Medienkonzern Warner Bros. Discovery gehört. Warner verhandele nun exklusiv mit Netflix, schrieben der Finanzdienst Bloomberg und das «Wall Street Journal» […] (00)
vor 49 Minuten
PUBG: BATTLEGROUNDS stellt im Update 39.1 Erangel: Subzero vor
KRAFTON, Inc. hat gestern das Update 39.1 für PUBG: BATTLEGROUNDS veröffentlicht, welches die Karte Erangel mit der Einführung von Erangel: Subzero in ein gefrorenes Schlachtfeld verwandelt. Das Update umfasst umfangreiche Änderungen an der Umgebung, die erweiterte Rückkehr von UGC Alpha und mehrere Anpassungen der Waffenbalance sowie neue Season-Updates. Der Patch ist jetzt für PC verfügbar […] (00)
vor 1 Stunde
«Tage, die es nicht gab»: Das Erste zeigt zweite Staffel
Die neue Staffel startet Mitte Januar 2026 in der ARD Mediathek und Anfang Februar im Ersten. Die österreichisch-deutsche Serie Tage, die es nicht gab geht 2026 auch im deutschen Fernsehen in die zweite Runde. Die vier neuen 45-Minüter sind ab 16. Januar 2026 für drei Monate in der ARD Mediathek verfügbar, die lineare Ausstrahlung im Ersten ist für Anfang Februar 2026 angekündigt. Produziert wurde die Fortsetzung erneut von MR Film in […] (00)
vor 7 Stunden
Fußball-WM
Washington (dpa) - Das «Kribbeln im Körper» ist da, wie Julian Nagelsmann zugibt. Die Anspannung steigt. Mit seiner Landung in Washington wird für den Bundestrainer der große WM-Auftrag konkret. Bei der Auslosung der erstmals zwölf Vorrundengruppen mit 48 Mannschaften geht es heute (18.00 Uhr/ZDF) im John F. Kennedy Center for the Performing Arts um den Turnierweg der Fußball-Nationalmannschaft im […] (00)
vor 59 Minuten
Schnäppchenhändler Groschen-Markt meldet Insolvenz an
Preiskampf im Niedrigpreissegment Groschen-Markt positionierte sich seit Jahrzehnten als günstige Alternative mit breitem Sortiment: von Winterdeko über Küchenartikel bis zu saisonalen Haushaltswaren. Doch das Nonfood-Geschäft gerät seit Jahren unter Druck. Filialketten wie Action und Woolworth expandieren aggressiv, während Onlineplattformen wie Temu oder Shein mit extrem niedrigen Preisen […] (00)
vor 14 Minuten
Was Zentralbanker über Gold denken
Herisau, 04.12.2025 (PresseBox) - Kürzlich äußerten sich Jerome Powell und Christine Lagarde zu diversen Fragen. Einigkeit war weniger zu beobachten. Anzeige/Werbung - Dieser Artikel wird verbreitet im Namen von Fury Gold Mines Ltd. und Sierra Madre Gold and Silver Ltd ., mit der die SRC swiss resource capital AG bezahlte IR-Beraterverträge unterhält. Ersteller: SRC swiss resource capital […] (00)
vor 13 Stunden
 
Bundeswehr-Soldaten (Archiv)
Berlin - Vor der Abstimmung über einen neuen Wehrdienst an diesem Freitag im Bundestag hat die […] (02)
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
Berlin (dpa) - Vor der Entscheidung über das umstrittene Rentengesetz im Bundestag legt Kanzler […] (00)
Rentenbescheid
Berlin (dpa) - Nach wochenlangem Streit will die Koalition heute ihr Rentenpaket im Bundestag beschließen. […] (00)
Peter Altmaier (Archiv)
Berlin - Der frühere Kanzleramts- und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat mit Blick […] (00)
Wie deutsche Autobauer vom Ende des Verbrenner-Verbots profitieren
Rückkehr der Technologieoffenheit Die EU will ab 2035 doch Neuwagen zulassen, die nicht rein […] (00)
Japanisches Studio stoppt KI: Bewerber müssen bei Vorstellungsgespräch live zeichnen
Ein japanisches Entwicklerstudio hat eine ungewöhnliche, aber zunehmend nachvollziehbare […] (00)
Apple Music Replay 2025 ab sofort abrufbar
In der Apple Music App steht seit Dienstag der Apple Music Replay 2025 zur Verfügung, was die […] (00)
ARD-Dokus: Raumfahrt, Luxusbusiness und junge Reporter im Fokus
Mehrere neue Dokumentationen und Reportagen starten bereits im Januar in der ARD Mediathek. Die ARD baut […] (00)
 
 
Suchbegriff