Antiquitäten verkaufen leicht gemacht
Kunst und Antiquitäten können heute sogar als Investment in Betracht kommen. Zumindest jedoch lassen sich Truhen, klassische Gemälde und andere Scheunenfunde in aller Regel problemlos vermarkten ...
Hier kommen nicht allein Flohmärkte in Betracht. Denn ausgesuchte Stücke können auch spezialisierten Schmuck- und Antiquitätenhändlern angeboten werden oder gar auf Auktionen einen netten Erlös bringen:
Was ist wirklich antik und wertvoll?
Tatsächlich sollten Sie sich auch dann, wenn Sie antiken Schmuck oder alte Vasen in Eigenregie vermarkten wollen, zunächst fachkundigen Rat suchen. Denn meist können allein Experten und spezialisierte Händler den tatsächlichen Wert schätzen. Laien hingegen tendieren zu überhöhten Preisen oder geben wirklich rare Stücke viel zu preisgünstig ab. Doch ab wann sind Vasen und Gebrauchsgegenstände wirklich alt? Nun, das Lexikon definiert Gegenstände, seien sie nun künstlerischer oder auch kunsthandwerklicher Art, die mindestens hundert Jahre (!) alt sind, als Antiquität. Tatsächlich reicht die Palette von der alten Bauerntruhe über die barocke Bettpfanne bis hin zum Gemälde. Auch antike Broschen oder alte Münzen können natürlich leicht an Sammler oder Liebhaber verkauft werden.
Reichlich Kunden und Absatzwege!
Neben dem klassischen Sammler gibt es natürlich auch Kunden, bei denen antike Gebrauchsgegenstände zu einem neuen Leben erweckt werden. Denn selbst ein Penthouse oder die ansonsten eher nüchtern anmutende Designer-Villa kann mit barocken Truhen, alten Schaukelpferden oder auch Biedermeiermöbeln geschmückt werden. Schließlich sind es häufig gerade die Gegensätze, die bei der Inneneinrichtung den Reiz machen. Somit lassen sich nicht nur antike Vasen und Schmuckgegenstände, sondern auch Dinge des Alltags wie alte Schränke oder barocke Betten gut vermarkten. Nur einer der Gründe, warum auch Innenarchitekten als potentielle Kundschaft in Betracht kommen.
Vom Kleinanzeigenportal bis zur Sammlerbörse:
Neben Auktionen und speziellen Antik-Märkten, bieten sich auch Kleinanzeigenportale als Absatzmöglichkeit an. Hier helfen aussagefähige Fotos, die das gute Stück in seiner ganzen Pracht zeigen. Natürlich sollten Sie aber auch auf Mängel ehrlich eingehen. Denn antik heißt nicht „kaputt“. Will meinen: Risse in Bettpfannen oder beschädigte Rahmen bei Gemälden werden zwangsläufig den Preis mindern. Ein bisschen Patina ist jedoch okay.
Unser Fazit:
Übrigens sind auch alte Mikroskope und andere technischen Geräte aus früheren Tagen äußerst begehrt. Bis hin zur mechanischen Schreibmaschine, die im Arbeitszimmer eines Schriftstellers (der seine Romane natürlich längst am PC verfasst) einen neuen Platz finden. Viele Antiquitätenhändler kaufen zudem alte Kameras und Objektive, aber auch Orden auf. Gerade hier, bei Orden und anderen Militärobjekten, gilt es natürlich feinfühlig zu sein, da der Handel mit „Devotionalien“ aus der NS Zeit, zumindest bei uns in Deutschland, verpönt ist. Das gezielte Verbreiten wäre gar strafbar. Damit bleibt ein Hakenkreuz-Orden, der in einer alten Scheune entdeckt wurde, besser wo er ist. Alte militärische Landkarten oder Fotos gelten dagegen als historische Zeugnisse und können mitunter sogar für Wissenschaftler interessant sein!


