Anleihenmarkt auf Abwegen: Trump erhöht Spannungen mit Venezuela
Die US-Staatsanleihekurse erlebten am Mittwoch einen leichten Rückgang, als der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere um 0,07 Prozent auf 112,44 Punkte abrutschte. Dabei wurde eine Rendite von 4,16 Prozent für diese Anleihen verzeichnet. Der Markt war von einem Mangel an Impulsen geprägt, da keine neuen, marktbewegenden Daten bekannt gegeben wurden.
Händler und Investoren richten ihre Aufmerksamkeit daher auf die am kommenden Donnerstag erwarteten Verbraucherpreiszahlen für November. Die kürzlich veröffentlichen, jedoch uneindeutigen Daten zum US-Arbeitsmarkt hinterließen kaum Spuren in der Marktdynamik.
Auch die jüngsten geopolitischen Spannungen trugen nicht zur Stärkung der Anleihen bei. Ein entscheidender Faktor hierfür war das mutige Statement von US-Präsident Donald Trump, der die umfassende Militärpräsenz der USA vor der Küste Venezuelas mit den dortigen Ölvorkommen in Verbindung brachte. In einem provokanten Post auf Truth Social beschuldigte Trump Venezuela, wertvolle Ressourcen wie Öl 'gestohlen' zu haben, forderte die sofortige Rückgabe dieser Güter und ordnete die Blockade aller sanktionierten venezolanischen Öltanker an. Diese Eskalation provozierte eine scharfe Zurückweisung durch die venezolanische Regierung, die den Vorwurf als 'groteske Drohung' bezeichnete und die USA eines schwerwiegenden Verstoßes gegen das Völkerrecht bezichtigte.

