Anleger blicken auf Staatsanleihen und geopolitische Entwicklungen
Die deutschen Bundesanleihen haben am Donnerstag erneut Investoreninteresse geweckt und verzeichneten Kursgewinne. Der Euro-Bund-Future, die wegweisende Größe in diesem Segment, stieg um 0,13 Prozent auf 130,00 Punkte, während die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,66 Prozent fiel.
Mit einem wachsamen Auge beobachten Analysten der Dekabank die Zinslandschaft in Europa. Trotz sich verabschiedender Zinssenkungserwartungen in den USA und einem erstarkenden Euro sind die Erwartungen an die Europäische Zentralbank bislang unberührt. Experten der Dekabank äußerten Zweifel an der Stabilität dieser Konstellation und prognostizieren eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinssenkung seitens der EZB bis Jahresende – mehr als der Markt es derzeit reflektiert.
Am selben Tag richten sich die Augen der Anleger auch auf den amerikanischen Arbeitsmarkt, wo die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zur Veröffentlichung anstehen. Diese kommen in einer Phase, in der sich der Arbeitsmarkt schwach präsentiert hat. Nachdem der jüngste Arbeitsmarktbericht enttäuschte, griff US-Präsident Donald Trump durch und entließ die Chefin der Arbeitsmarktstatistik.
Parallel dazu lenkt die internationale Bühne den Blick nach Alaska, wo US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag zusammentreffen. In den Gesprächen dreht sich alles um einen potenziellen Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt. Trump hat Russland mit ernsthaften Konsequenzen gedroht, sollte es zu keiner Einigung kommen. Was dies konkret bedeutet, bleibt jedoch im Dunkeln.

