Angriff auf die Schwarzmeerküste: Türkisches Frachtschiff beschädigt

Ein gezielter russischer Raketen- und Drohnenangriff hat Teile der ukrainischen Schwarzmeerküste erschüttert und dabei ein im Hafen von Tschornomorsk bei Odessa liegendes ausländisches Schiff beschädigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich auf Telegram dahingehend, dass solche Angriffe keinerlei militärischen Zweck erfüllen würden und beschuldigte Russland der fortwährenden Fortsetzung der Kriegshandlungen trotz internationaler Friedensbemühungen.
Gemäß Berichten lokaler Medien in Tschornomorsk zeigten Videoaufnahmen aufsteigenden Rauch von einem Frachtschiff. Das türkische Außenministerium bestätigte, dass das betroffene Schiff einem türkischen Eigentümer gehört, jedoch unter ausländischer Flagge fährt. Glücklicherweise konnten sowohl die Besatzung als auch die Fahrer der an Bord befindlichen Lkw sicher evakuiert werden, und es gab keine Verletzten aus der Türkei. Ankara warnte allerdings vor den steigenden Risiken für die Schifffahrt im Schwarzen Meer angesichts der zunehmenden Angriffe.
Diese russische Offensive erfolfte, nachdem die Ukraine mehrfach Seedrohnen-Angriffe auf russische Tankschiffe, die russische Häfen ansteuern sollten, durchgeführt hatte. Seit dem Sommer 2023 hatten ausländische Schiffe zwar weitgehend die Möglichkeit, ohne größere Hindernisse ukrainische Häfen zu erreichen, um dringend benötigte Exportgüter wie Getreide aus dem umkämpften Land zu transportieren. Doch in der Nacht auf Freitag zielten russische Luftangriffe ebenfalls auf das Energienetz im Gebiet Odessa und beschädigten es erheblich.

