Angespannte Lage: Auswärtiges Amt rät erneut von Iran-Reisen ab
Das Auswärtige Amt hat in einer ernsten Warnung einmal mehr darauf hingewiesen, dass Reisen in den Iran zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ratsam sind. Deutsche Staatsbürger werden ausdrücklich gebeten, das Land schnellstmöglich zu verlassen. Diese Aufforderung steht im Kontext des sich zuspitzenden Atomstreits, der durch die Entscheidung Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens, den sogenannten Snapback-Mechanismus zu aktivieren, nochmal an Brisanz gewonnen hat. Die deutsche Botschaft in Teheran ist dabei aktuell nur eingeschränkt in der Lage, konsularische Unterstützung zu gewähren.
Der Snapback-Mechanismus erlaubt es, gegen den Iran Sanktionen zu verhängen, sollte das Land seine Verpflichtungen aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 nicht einhalten. Teherans Verärgerung über diese Maßnahme ist spürbar, da iranische Regierungsvertreter bereits Konsequenzen angedroht haben. Daraus ergibt sich ein erhöhtes Risiko, dass deutsche Staatsbürger und Interessen im Iran durch mögliche Gegenmaßnahmen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.
Das Auswärtige Amt betont zudem das Risiko willkürlicher Verhaftungen. Deutsche Reisende, insbesondere solche mit doppelter iranischer Staatsangehörigkeit, sind von spontanen und potenziell unbegründeten Festnahmen bedroht. Diese Gefahr unterstreicht die Dringlichkeit der aktuellen Reisewarnung und das Ersuchen, sich nicht im Iran aufzuhalten.

