Aluminiummarkt: Konsolidierung oder Aufbruch?
Der Aluminium Monthly Metals Index zeigt sich stabil, mit einem moderaten Rückgang von 1,29 % von Dezember auf Januar. Die Preise an der London Metal Exchange (LME) verharren dabei seit Januar auf gleichbleibendem Niveau, wobei die Märkte weiterhin unsicher sind. Wenige Tage vor Trumps Amtsantritt sind viele Analysten skeptisch, eine neue Runde von Zöllen sei wahrscheinlich und könnte die Endverbraucherpreise in die Höhe treiben.
Ein beachtlicher Anstieg des Midwest Premiums zeigt hingegen, dass der Markt Handelshemmnisse einkalkuliert. Trotz dieser Seitwärtsbewegung stiegen die Aluminiumpreise 2024 um 6,63 %, getrieben von einer steigenden Nachfrage in Nordamerika. Laut der Aluminum Association verzeichneten die USA und Kanada einen Nachfragezuwachs von 4,6 % in den ersten drei Quartalen des Jahres.
Während die Gesamtnachfrage anstieg, zeigte sich bei Aluminiumprodukten ein gemischtes Bild: Die Preise für Bleche und Platten stiegen um 6,9 %, während andere Produkte wie Folien und Extrusionen rückläufig waren. Die Gesamtnachfrage nach halbfertigen Produkten stieg um 2,5 %. Der Import dieser Produkte in die USA und nach Kanada verzeichnete hingegen einen Rückgang von 8 %.
Langfristig könnte eine steigende Nachfrage Aluminiumpreisen Unterstützung bieten, sollte sich der US-Dollar-Index abschwächen. In der Zwischenzeit sorgten marktschockierende Maßnahmen in Guinea für einen Anstieg der Tonerdepreise, was vor allem die Aluminiumproduzenten unter Druck setzte. China plant nun, mit einem neuen Alumina-Werk in Guinea die Verfügbarkeit zu sichern.
Das von der chinesischen State Power Investment Corp geplante Werk soll ab März gebaut werden und eine Jahreskapazität von 1,2 Millionen Tonnen besitzen. Diese Investition könnte eine Wiederholung des indonesischen Modells andeuten, das nach einem Exportstopp für Nickel zu zahlreichen nachgelagerten Industrien führte. Guinea scheint einen ähnlichen Weg zu verfolgen, um durch Chinas Hilfe von seinen Ressourcen zu profitieren.

