Alec Baldwin muss sich erneut in Zivilprozess zum 'Rust'-Vorfall verantworten
(BANG) - Alec Baldwin wird sich wegen des 'Rust'-Vorfalls aus dem Jahr 2021 erneut vor Gericht verantworten müssen.
Die Tragödie ereignete sich am Filmset in New Mexico, als ein Revolver, den Baldwin in der Hand hielt, eine scharfe Patrone abfeuerte. Dabei wurde die Kamerafrau Halyna Hutchins tödlich verletzt und Regisseur Joel Souza schwer verletzt. Ein Richter in New Mexico hatte 2024 eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den Schauspieler endgültig abgewiesen, nachdem festgestellt worden war, dass die Staatsanwaltschaft möglicherweise entlastende Beweise zurückgehalten hatte.
Nun wurde jedoch ein neues Zivilverfahren zur Verhandlung zugelassen. Laut Gerichtsdokumenten, die 'DailyMail.com' vorliegen, hat Richter Maurice Leiter vom Superior Court in Los Angeles entschieden, dass die Zivilklage des 'Rust'-Beleuchters Serge Svetnoy fortgeführt wird. Dabei soll geklärt werden, ob Baldwin den geladenen Revolver tatsächlich fahrlässig abgefeuert hat. Baldwin hat stets betont, dass er keine Kenntnis von scharfer Munition hatte und bestreitet zudem, überhaupt den Abzug betätigt zu haben.
Svetnoy verklagt Baldwin und die Produktionsfirma von 'Rust', weil er durch angebliche Fahrlässigkeit der Produktion und Baldwins – der auch als Produzent am Film beteiligt war – emotionalen Schaden erlitten habe. Richter Leiter erklärte in den Unterlagen: "Eine vernünftige Jury könnte zu dem Schluss kommen, dass Herr Baldwin die Wahrscheinlichkeit rücksichtslos missachtet hat, dass das Richten einer Waffe auf eine Person, mit dem Finger am Abzug, emotionalen Schaden verursachen würde."
In einer Stellungnahme gegenüber 'Daily Mail' sagte Svetnoys Anwalt John M. Upton, man sei "zufrieden mit der Entscheidung des Gerichts, die Anträge auf ein summarisches Urteil von Rust Movie Productions und Alec Baldwin abzulehnen". Er fügte hinzu: "Diese Entscheidungen ermöglichen es unserem Mandanten, seinen Fall vor einer Jury zu präsentieren. Der Prozess ist nun für Oktober dieses Jahres angesetzt. Er freut sich darauf, endlich seinen Tag vor Gericht in dieser lange anhängigen Angelegenheit zu bekommen."
Der Prozess sollte ursprünglich im Mai beginnen, wurde jedoch verschoben, da die Anwälte von Baldwin und Svetnoy Zeit für Vergleichsverhandlungen beantragten. Der Richter setzte den neuen Termin auf den 12. Oktober fest – es sei denn, es kommt vorher zu einer Einigung. Gleichzeitig äußerte er Bedenken über die lange Dauer des Verfahrens. Laut 'Variety' sagte er: "Ich bin etwas besorgt, dass sich dieser Fall immer weiter hinzieht, obwohl er eigentlich einer Lösung näherkommen sollte."


