Agrarsektor in der Klemme: Deutsche Bauern schlagen Alarm
Deutsche Landwirte stehen vor einem herausfordernden Jahr, da Preiseinbrüche bei wesentlichen Erzeugnissen die wirtschaftlichen Aussichten eintrüben. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands, äußerte sich vor der bevorstehenden Agrarmesse Grüne Woche in Berlin mit Besorgnis. „Die Produktionskosten übersteigen bei einigen Produkten den Verkaufspreis,“ so Rukwied. Zahlreiche Betriebe kämpfen ums Überleben, und der Motor des Agrarsektors droht ins Stocken zu geraten.
Besonders alarmierend sind die Preisdrucksituationen, die gegenwärtig bei vielen landwirtschaftlichen Produkten herrschen. Der Preis für Schweinefleisch hat sich auf 1,45 Euro pro Kilogramm reduziert, ein Niveau, das Rukwied als „desaströs“ bezeichnet. Auch die Getreidepreise sind auf ein Tief wie zuletzt in den frühen achtziger Jahren gefallen. Unter diesen Bedingungen sei die langfristige Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland gefährdet.
Im Hinblick auf die Grüne Woche, die vom 16. bis 25. Januar stattfindet, appellierte der Bauernpräsident an ein gesteigertes Bewusstsein für den Wert landwirtschaftlicher Produkte. In unsicheren Zeiten sei die Ernährungssicherung gefährdet, wenn der Preisdruck weiterhin auf den Schultern der Landwirte lastet. Rukwied hofft zudem auf eine verstärkte Nachfrage der Verbraucher nach qualitativ hochwertigen deutschen Erzeugnissen.

