AfD erwartet Rückenwind bei kommenden Landtagswahlen: Mehrheit der Deutschen hält Ministerpräsidentenposten für möglich

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigt, dass 53 Prozent der deutschen Bevölkerung damit rechnen, dass die Alternative für Deutschland (AfD) in den Landtagswahlen des kommenden Jahres einen Ministerpräsidenten stellen könnte. Während 27 Prozent skeptisch bleiben, äußern sich 20 Prozent der Befragten nicht dazu.
Im Jahr 2026 werden die Bürger in fünf Bundesländern zu den Wahlurnen gerufen: Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Besonders in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet die AfD in Umfragen beeindruckende Zustimmungswerte von bis zu 40 Prozent.
Trotz dieser hohen Zustimmung blieb der Sprung zur absoluten Mehrheit bisher unerreicht, was notwendig wäre, um den Ministerpräsidenten ohne Koalition zu stellen. Bisher haben alle etablierten Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.
Interessanterweise bleibt der Optimismus im Lager der AfD-Anhänger hoch: 81 Prozent von ihnen erwarten, dass ihre Partei zumindest einen Landeschef stellt. Konträr dazu zeigt sich die Gefolgschaft der sogenannten Mitte-Parteien skeptischer. Nur etwa 36 Prozent der Grünen-Wähler, 45 Prozent im SPD-Lager und 50 Prozent der Unions-Anhänger halten einen AfD-Ministerpräsidenten für wahrscheinlich. Der politische Diskurs gewinnt damit erneut an Fahrt und bringt unterschiedliche Erwartungen und Spannungen ans Licht.

