Adidas und Puma: Ein Wettlauf um Marktanteile vor der WM
Adidas auf Erholungskurs
Die Aktien von Adidas haben am Mittwoch einen beeindruckenden Kursgewinn von über 6 Prozent erzielt und notieren nun bei 167,25 Euro. Dies markiert das erste Mal seit März des Vorjahres, dass die Adidas-Papiere über ihrer 200-Tage-Linie stehen. Nach einem zwischenzeitlichen Verlust von 23 Prozent im Jahr 2026 konnte der Aktienkurs nahezu vollständig wieder aufgeholt werden.
Puma setzt auf Turnaround
Im Gegensatz dazu hat auch Puma mit einem Kursanstieg von rund 4,5 Prozent zur Wochenmitte an sein Jahreshoch angeknüpft. Im Jahr 2026 verzeichnete die Marke einen Anstieg von fast einem Drittel und übertrifft damit den MDax deutlich. Während Nike in den USA trotz einer leichten Erholung seit Jahresbeginn weiterhin fast 30 Prozent im Minus liegt, zeigt sich Puma robust und wächst.
WM als Wachstumstreiber
Die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika wirft bereits ihre Schatten voraus, und alle drei Marken – Adidas, Puma und Nike – sind als Teamausrüster engagiert. Adidas wird dabei letztmals die DFB-Mannschaft ausstatten, bevor die deutschen Trikots künftig von Nike übernommen werden. Trotz des bevorstehenden Wechsels zeigt sich Adidas optimistisch. Sam Handy, der Fußball-Chef von Adidas, äußerte sich im "Handelsblatt" zuversichtlich: "Kommerziell wird es die größte Weltmeisterschaft, die wir je hatten." Der Konzern rechnet mit einem direkten WM-Effekt von über einer Milliarde Euro.
Überdurchschnittliche Erwartungen
Handy betonte, dass die Erwartungen an die neu gelaunchten Trikots bereits jetzt übertroffen wurden. Adidas rüstet unter anderem den amtierenden Weltmeister Argentinien aus und ist auf die Nachproduktion von Trikots vorbereitet, je nach sportlichem Erfolg der Mannschaft.
Pumas strategische Partnerschaft
Puma hingegen profitiert von einem erfolgreichen Turnaround und dem Einstieg des Großaktionärs Anta zu Jahresbeginn. Zusammen mit den Chinesen, die durch Marken wie Fila und Jack Wolfskin bekannt sind, strebt Puma an, seine Marktposition gegenüber der Konkurrenz aus Herzogenaurach zu stärken. Der Weg zurück zu alter Stärke wird durch strategische Partnerschaften und innovative Produkte geebnet, was die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erhöht und den Shareholder Value langfristig steigern könnte.

