Abwarten und Tee trinken: Staatsanleihen im Wartezimmer
Die Kurse deutscher Staatsanleihen verliefen am Mittwoch weitgehend stabil, während die Marktteilnehmer gespannt auf entscheidende US-Wirtschaftsdaten blicken. Diese könnten richtungsweisende Impulse zur zukünftigen Geldpolitik der USA liefern. Der Euro-Bund-Future, als Barometer für die Entwicklung deutscher Staatsanleihen, sank leicht um 0,03 Prozent und notierte bei 128,68 Punkten.
Zeitgleich betrug die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen 2,71 Prozent. Vertreter der Federal Reserve betonen vermehrt ihren Fokus auf Konjunkturdaten als Basis für künftige Zinsentscheidungen. Daher rückt der bevorstehende US-Arbeitsmarktbericht besonders ins Visier der Anleger, der bereits am Donnerstag erwartet wird und entscheidende Hinweise versprechen könnte.
Währenddessen richten sich die Augen der Investoren auch auf das Sitzungsprotokoll der Fed vom September, dessen Veröffentlichung noch am Abend folgt. Experten von der Landesbank Hessen-Thüringen, Helaba, erwarten, dass darin Unterstützung für weitere Zinssenkungen zu erkennen sein wird. Allerdings wachsen an den Finanzmärkten die Zweifel an einer Fortsetzung der Zinssenkungen durch die Fed im Dezember. Nachdem letzte Woche die Renditen für Staatsanleihen gestiegen waren, stabilisierten sie sich zuletzt wieder und nähern die Spannung um die nächsten Zinsschritte.

