Abu Obeida: Israels Schlag gegen das Hamas-Oberkommando
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat den Tod des prominenten Sprechers des militärischen Arms der Hamas, bekannt unter dem Namen Abu Obeida, bestätigt. Dies verkündete Katz mittels eines Posts auf der Plattform X, begleitet von einem Bild des Sprechers, das unmissverständlich mit einem roten X übermalt war. Katz kommentierte, dass Abu Obeida nun zu seinen bereits ausgeschalteten Verbündeten aus dem Iran, Gaza, Libanon und Jemen in die „Tiefen der Hölle“ geschickt worden sei.
Im Zuge der Bekanntmachung gratulierte Katz den israelischen Streitkräften und dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet für die präzise Durchführung der Operation. Er erklärte, dass in naher Zukunft, mit der Intensivierung der Angriffe auf Gaza, viele weitere Unterstützer der Hamas, die Katz als „Mörder und Vergewaltiger“ bezeichnete, das gleiche Schicksal ereilen würde.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte den Angriff bereits vorab bestätigt, obwohl er anfänglich das Ergebnis noch als unklar deklarierte. Netanjahu äußerte seine Hoffnung, dass Abu Obeida nicht mehr unter den Lebenden weile. Als Beleg führte er das ausbleibende kommunikative Zeichen vonseiten der Hamas an, dessen Sprecher offenbar zum Schweigen gebracht worden sei.
Trotz der Erklärung aus israelischen Regierungskreisen gibt es seitens der Hamas noch keine offizielle Bestätigung von Obeidas Tod. Interne Stimmen innerhalb der Hamas führten die Nachrichten über seinen Tod als Teil einer psychologischen Kriegsführung Israels an und forderten die Öffentlichkeit auf, diese Gerüchte nicht weiterzuverbreiten.
Unterdessen berichtete der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz am Samstag von einem Angriff im westlichen Teil der Stadt Gaza, bei dem mindestens sieben Personen ums Leben kamen. Eine vormals als wohlhabend angesehene Gegend im Stadtteil Rimal sei schwer getroffen worden.
Seit dem Beginn des Gaza-Konflikts, der seine Anfänge im Überfall der Hamas und weiterer islamistischer Gruppierungen auf Israel am 7. Oktober 2023 nahm, hat die israelische Seite zahlreiche hochrangige Hamas-Funktionäre wie Jihia al-Sinwar, Ismail Hanija und Mohammed Deif eliminiert.
Informationen der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde zufolge sollen seit Ausbruch des Krieges fast 63.500 palästinensische Menschen ums Leben gekommen und weitere 160.000 verletzt worden sein. Diese Zahlen sind nicht unabhängig verifizierbar, gelten jedoch laut UN-Berichten als glaubwürdig.

