20 Millionen verkaufte Einheiten: Baldur’s Gate 3 schreibt RPG-Geschichte!
Wenn man dachte, der Hype um Larian Studios hätte nach dem fulminanten Siegeszug von Baldur’s Gate 3 seinen Zenit überschritten, der irrt gewaltig. Während die Welt gebannt auf die Enthüllung des nächsten Divinity-Projekts starrt, platzt eine Nachricht herein, die die Dimensionen des Erfolgs erst wirklich greifbar macht. Das Rollenspiel-Epos, das im August 2023 den Early Access verließ und anschließend Konsolen im Sturm eroberte, hat eine schwindelerregende Marke durchbrochen: Über 20 Millionen Einheiten gingen über die digitale Ladentheke.
Diese Zahl ist nicht irgendeine Schätzung von Analysten, sondern ein Faktum, das direkt von Larian-CEO Swen Vincke stammt. In einem Gespräch mit dem renommierten Bloomberg-Journalisten Jason Schreier ließ er die Katze aus dem Sack. Es ist ein Triumphzug, der seinesgleichen sucht und beweist, dass komplexe, rundenbasierte RPGs längst keine Nische mehr sind, sondern den absoluten Mainstream dominieren können.
Vom Schweigen zum Staunen
Lange Zeit gab sich das belgische Studio geradezu sphinxhaft, wenn es um konkrete Absatzzahlen ging. Man übte sich in vornehmer Zurückhaltung. Erinnerst Du Dich noch an den Februar 2024? Damals sprach Director of Publishing Michael Douse noch vage von „weit über“ zehn Millionen Exemplaren. Ein Bericht des Irish Independent im November desselben Jahres korrigierte die Erwartungen bereits auf über 15 Millionen nach oben. Doch die nun bestätigten 20 Millionen sind ein Fanal, das weit über die Grenzen der Gaming-Branche hinausstrahlt.
Dieser Erfolg ist nicht nur kulturell, sondern auch finanziell ein Erdbeben. Besonders für den Lizenzgeber Hasbro war die Kooperation ein Geldregen sondergleichen. Rund 90 Millionen Dollar spülte der Titel nach dem Ende der Early-Access-Phase in die Kassen des Spielzeugriesen. Es ist genau dieses finanzielle Polster, das Larian nun die Freiheit gibt, für ihr nächstes Projekt, Divinity, noch größer zu denken.
Der Blick richtet sich auf Divinity
Die gigantischen Einnahmen sind der Treibstoff für die Zukunft. Auch wenn Divinity bereits seit letztem Jahr in den Schmieden der Entwickler geformt wird, solltest Du Deine Erwartungen an einen baldigen Release zügeln. Larian bleibt seiner bewährten Strategie treu: Erst Early Access, dann Politur bis zur Perfektion. Ein Start im Jahr 2026 gilt als höchst unwahrscheinlich. Doch mit 20 Millionen verkauften Kopien im Rücken hat das Studio den Luxus, sich genau die Zeit zu nehmen, die ein weiteres Meisterwerk benötigt.


