Hat ja auch vorher seinen Wert verzehnfacht gehabt. Man muss ja nicht immer zum teuersten Preis kaufen und zum billigsten verkaufen. Kauft man regelmäßig alle paar Monate mal eine Unze, ganz egal wie der Preis ist, hat man im Durchschnitt einen vorzüglichen Werterhalt da liegen. Macht man ja mit Aktien auch so, weil man nie den niedrigsten Punkt zum Kauf erwischt und nie den höchsten zum Verkauf.Naja, binnen 4 Jahren hat Gold vor lauter rumliegen und sich langweilen knapp 1/3 an Wert verloren...
Das stimmt. Aber nun vergleichen wir das mal mit Aktien. Bricht das ganze System zusammen, verfallen die Aktien de facto wertlos. Dass dann ein paar Unzen Gold vielleicht nicht dauerhaft zum Überleben reichen, mag stimmen. Aber sie sind wenigstens noch mehr wert als die Anteilsscheine, die man dann nur noch zum heizen verwenden kann.Als Notanker funktioniert es nur unter gewissen Vorapussetzungen: entweder, das gesamte System bricht zusammen, aber denn reichten ein paar Unzen nicht zum überleben. Oder es gibt eine handfeste Wirtschaftskrise, dann holt man sich wieder "nur" Papiergeld dafür.
Und in einer Wirtschaftskrise sind die Scheine selbst auch erstmal kaum was wert. Man sitzt praktisch auf den Papieren und bangt, dass die Firma die Krise als eine der wenigen Firmen übersteht und dann auf dem neuen, bereinigten Markt so richtig durchstarten kann. Hat man solche Papiere und sie durch die Krise geführt, hat man alles richtig gemacht. Danach kann man vermutlich zuschauen, wie man reich wird. Verkaufen kann ich die Scheine während einer solchen Krise nicht. Entweder weil sie keiner haben will oder man will sie doch, aber dann würde ich mir gut überlegen, ob ich sie verkaufe. Dann scheint nämlich die Firma in Zukunft als Goldmarie gehandelt zu werden.
Deswegen meine ich, dass Edelmetalle einfach risikoärmer sind. Es gab nie eine Zeit in der Menschheitsgeschichte, da Gold wertlos war. Aber es gab schon reichlich hoffnungslos überbezahlte Manager, die eine Firma nahe oder in den Ruin getrieben haben...
