Zynischer Schlagabtausch: Selenskyj wirft Russland bewussten Terror vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland nach der jüngsten Angriffswelle eine gezielte Terrorkampagne gegen die Zivilbevölkerung seines Landes vorgeworfen. Laut Selenskyj setzte das russische Militär in der vergangenen Woche eine beeindruckende Anzahl an Drohnen, Fliegerbomben und Raketen gegen die Ukraine ein, darunter auch die Mittelstreckenrakete Oreschnik. Diese Angriffe richteten sich nicht gegen militärische Ziele, sondern trafen Energieanlagen und Wohnhäuser, die keine strategische Bedeutung hätten.
Selenskyj kritisierte, dass Moskau bewusst auf das frostige Wetter gewartet habe, um das Leben der einfachen Ukrainer schwer zu machen. Begleitend zu seinen Ausführungen veröffentlichte der Präsident Videos, die die zivilen Schäden in Kiew und anderen betroffenen Gebieten zeigen, darunter Charkiw, Cherson, und Odessa. Bemerkenswerterweise blieben visuelle Beweise aus dem westlichen Lwiw aus, wo die Oreschnik-Rakete eingeschlagen haben soll.
Währenddessen behauptet der Kreml, dass die ständigen Bombardierungen nur militärisch relevante Ziele träfen, obwohl die Auswirkung auf die Zivilbevölkerung aufgrund der Zerstörung von Kraftwerken unverkennbar sei. Die russische Seite erhebt zudem Anschuldigungen gegen Kiew, indem sie eine mutmaßliche Drohnenattacke auf eine Residenz von Kremlchef Wladimir Putin kritisiert. Diese Vorwürfe entstehen fast vier Jahre, nachdem Putin den militärischen Konflikt mit der Ukraine eingeleitet hat.

