Zustand deutscher Pkw verschlechtert sich - TÜV-Bericht deckt Defizite auf
Der aktuelle Bericht des Kraftfahrtbundesamtes bringt ernüchternde Ergebnisse ans Licht: Die Qualität der Fahrzeuge auf deutschen Straßen hat sich verschlechtert. In den letzten zwölf Monaten wurden bei den TÜV-Prüfungen 144.074 Pkw erhebliche Mängel diagnostiziert, ein Anstieg um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, trotz rückläufiger Prüfungszahlen. Besorgniserregend ist, dass Prüfer in 11.700 Fällen Autos sogar als verkehrsunsicher einstuften, sodass diese nicht mehr aus eigener Kraft manövriert werden dürfen. Diese Zahl zeigt jedoch einen leichten Rückgang.
Insgesamt wurden rund 22 Millionen Fahrzeuge von Prüfstellen wie TÜV und Dekra unter die Lupe genommen. Bei 132.374 Fahrzeugen stellte man fest, dass gefährliche Defizite repariert werden müssen, bevor die Fahrzeuge wieder sicher im Straßenverkehr bewegt werden dürfen. Zudem wurden 4,6 Millionen Autos mit erheblichen Mängeln identifiziert, was bedeutet, dass sie dringend reparaturbedürftig sind.
Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung könnte im steigenden Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegen. Der Rückgang von Neuwagenkäufen in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass ältere Modelle vermehrt zur Hauptuntersuchung angetreten sind. Bei diesen steigt die Wahrscheinlichkeit von Defekten exponentiell mit dem Alter: Während junge Fahrzeuge (null bis drei Jahre) zu 90 Prozent ohne Beanstandungen durch die Prüfung kommen, schaffen es nur noch 71 Prozent der acht bis neun Jahre alten Autos. Diese Rate fällt auf weniger als die Hälfte bei Fahrzeugen, die über zehn Jahre alt sind.
Nicht nur Pkw, sondern alle Fahrzeugtypen zusammengenommen, wurden 31 Millionen Untersuchungen durchgeführt, wobei 25,5 Millionen Mängel registriert wurden. Besonders häufig kamen Mängel bei Licht und Elektrik zum Vorschein, gefolgt von Bremsanlagen sowie Achsen und Reifen, was die Sicherheit im Straßenverkehr potenziell gefährden kann.

