Zukunft der PCK-Raffinerie in Schwebe: Beschäftigte demonstrieren in Schwedt
Die Unsicherheit über die Zukunft der PCK-Ölraffinerie in Schwedt hat die Beschäftigten dazu veranlasst, öffentlich Gehör zu suchen: Eine Kundgebung mit politischer Prominenz ist für den späten Nachmittag anberaumt. Erwartet werden unter anderem Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und der Wirtschaftsminister Daniel Keller.
Der Betriebsrat der rund 1.200 PCK-Mitarbeiter berichtet von weitreichender Verunsicherung und besorgt sich um die Arbeitsplätze. Betriebsratschef Danny Ruthenburg hatte bereits im Frühjahr von einem Stillstand gesprochen und auf die Unklarheit hingewiesen, die seit langem über der Raffinerie schwebt.
Der Kern des Problems ist die unklare Eigentümerstruktur. Das Bestreben der alten Bundesregierung, den russischen Mehrheitseigner Rosneft zum Verkauf seiner 54-Prozent-Anteile zu bewegen, blieb bisher erfolglos. Zudem liegt der Ausbau der Rostock-Pipeline auf Eis, was die Situation weiter verkompliziert.
Seit dem Entschluss der Bundesregierung, ab 2023 auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten, ist PCK dazu gezwungen, alternative Bezugsquellen zu finden. Inzwischen hat der Bund die Kontrolle über die deutschen Tochtergesellschaften von Rosneft übernommen, um die Anteile an PCK neu zu ordnen.

