Zölle im Fokus: US-EU-Abkommen und Berichtssaison treiben Märkte
Ein spektakuläres Zollabkommen zwischen den USA und der EU, bestätigt durch US-Präsident Donald Trump, sorgt für Gesprächsstoff in Wirtschaftskreisen. Trotz der teils heftigen Kritik an den Vereinbarungen, konnte sich der Aktienmarkt zum Wochenbeginn leicht im Plus präsentieren.
Laut Ulrich Stephan von der Deutschen Bank ist das lange erwartete Abkommen nun Wirklichkeit. Dennoch mahnt der Experte zur Vorsicht, da zollbezogene Unstimmigkeiten trotz des Deals weiterhin eine Rolle spielen werden. Die USA planen, Importe aus der EU einer 15-prozentigen Zollgebühr zu unterstellen, während ihre Exporte in die EU nahezu zollfrei bleiben. Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, hat signifikante Käufe und Investitionen in den USA angekündigt, wobei einige wichtige Branchenzölle noch offen sind.
In der Zwischenzeit widmen sich Analysten der Berichtssaison, die an Fahrt gewinnt. Anstehende Unternehmensberichte aus dem S&P 500 und STOXX 600 versprechen Aufschluss über die wirtschaftliche Lage und zukünftige Marktentwicklungen. Erste Zahlen aus den USA zeigen positive Tendenzen mit übertroffenen Gewinnprognosen, während sich die Lage in Europa nach einem holprigen Start stabilisiert hat.
Finanzexperten sind jedoch weiterhin besorgt über die aktuellen Bewertungen an den Börsen. Die LBBW warnte vor möglicher Überbewertung des US-Aktienmarkts, ebenso wie die Helaba vor einem überhöhten Stand der bedeutendsten Indizes. Sie sehen das gegenwärtige Risiko-Chancen-Verhältnis von Aktien als nicht sonderlich attraktiv an.

