Zinswende in Sicht: Powell signalisiert möglichen Kurswechsel der Fed
Auf der renommierten Notenbank-Konferenz in Jackson Hole teilte Jerome Powell, Vorsitzender der US-Notenbank, mit, dass die Möglichkeit für eine Senkung des Leitzinses bestehe. Diese Entscheidung werde hauptsächlich durch die Stabilität der derzeitigen Arbeitsmarktindikatoren unterstützt, die einen sorgfältigen Ansatz in der Geldpolitik erlauben. Powell betonte, dass die Drosselung der Geldpolitik, die derzeit konjunkturdämpfend wirkt, je nach Risikolage angepasst werden könnte.
Die deutsche Wirtschaft hat unterdessen im abgelaufenen Frühjahr weitere Einbußen erlebt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt gab. Mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent ist die Hoffnung auf eine baldige Erholung in die zweite Jahreshälfte verschoben worden.
In Brüssel stellte die EU ihre Solidarität mit der Ukraine unter Beweis, indem sie dem Land kurz vor dem Unabhängigkeitstag eine zusätzliche Finanzhilfe in Höhe von 4,05 Milliarden Euro zukommen ließ. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterstrich das unerschütterliche Engagement der Union für die Ukraine.
Der jüngste Drohnenangriff auf die russische Ölpipeline Druschba durch die Ukraine führte in Ungarn und der Slowakei zu Bedenken über mögliche Lieferausfälle. Die Raffinerie PCK in Schwedt verfügt jedoch noch über ausreichende Ölreserven. Trotz dieser Zwischenfälle sieht die Bundesregierung keine Gefährdung der Kraftstoffversorgungssicherheit in Deutschland.
Im Gesundheitssektor wird in Berlin über eine mögliche Erhöhung der Eigenbeteiligungen bei medizinischen Leistungen diskutiert. Der Gesundheitsökonom Wolfgang Greiner regte an, die derzeitigen Zuzahlungen an Medikamente zu überprüfen und schlug eine Anpassung an die Inflation vor, was auf eine Verdoppelung hinauslaufen würde.

