Zigarettenriese vor Herausforderungen: Wachstumspotential in Alternativen

Der renommierte Zigarettenkonzern British American Tobacco prognostiziert für 2026 ein eher verhaltenes Wachstum. In einer Unternehmensmitteilung gab BAT bekannt, dass die geplanten mittelfristigen Wachstumsziele für Umsatz und bereinigten operativen Gewinn wohl nur an den unteren Enden des Spektrums erreicht werden. Erwartet wird ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent und ein Anstieg des bereinigten operativen Gewinns um vier bis sechs Prozent jährlich. Besonders betont wird, dass das Wachstum im aktuellen Jahr vor allem vom zweiten Halbjahr abhängig sei.
Ein leichter Rückgang des globalen Zigarettenabsatzes wird für 2026 angenommen, während das zukünftige Umsatzwachstum zunehmend aus dem Bereich der Zigarettenalternativen, insbesondere Vapes, generiert werden soll. Im Jahr 2025 erreichte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn der Briten 11,6 Milliarden Pfund, was einer leichten Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr entsprach. Ohne das Kanada-Geschäft ergibt sich ein Gewinnzuwachs von 2,3 Prozent auf 11,3 Milliarden Pfund, da Erträge zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in Kanada eingesetzt werden müssen.
Der gesamte Umsatz des Konzerns sank 2025 um ein Prozent auf 25,6 Milliarden Pfund. Während das traditionelle Geschäftsfeld Druck verspürte, zeigte das Segment der Zigarettenalternativen Wachstum. Der auf die Anteilseigner entfallende Überschuss kletterte um mehr als 150 Prozent auf 7,7 Milliarden Pfund. Dies ist jedoch auch auf eine im Vorjahr vorgenommene Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Kanada zurückzuführen. Für das Jahr 2026 plant British American Tobacco ein Wachstum der Dividende in Pfund sowie Aktienrückkäufe in Höhe von 1,3 Milliarden Pfund.

