ZF vor neuer Herausforderung: Verlust auch 2025 erwartet
Der traditionsreiche Autozulieferer ZF steht weiterhin vor finanziellen Herausforderungen und erwartet nach eigenen Angaben auch für das Jahr 2025 roten Zahlen. Der Schritt resultiert aus vorzeitigen Projektbeendigungen in Absprache mit diversen Kunden, da der Übergang zur Elektromobilität langsamer als prognostiziert erfolgt. Diese Entscheidung führt zu einer signifikanten Einmalbelastung, die das Jahresergebnis des Unternehmens schmälern wird. Nähere Details zu den Beträgen wurden nicht bekannt gegeben. Bereits im Jahr 2024 schrieb das Unternehmen einen Verlust von über einer Milliarde Euro.
Im Zentrum der aktuellen Veränderungen steht insbesondere die Sparte E, welche elektrische, hybride und konventionelle Antriebe umfasst. Trotz der Herausforderungen zeigen sich Verbesserungen in der operativen Entwicklung dieser Sparte, die im Einklang mit dem laufenden Restrukturierungsprogramm fortschreitet. Dieses Programm wird sich bis mindestens 2026 fortsetzen, um die Basis für zukünftige Erfolge zu legen.
Der Vorstandsvorsitzende Mathias Miedreich unterstreicht die Fortschritte des Unternehmens bei der Sanierung. Besonders die gestiegene operative Leistungsfähigkeit und die schnellere Reduzierung der Schulden werden als positive Signale gewertet.
Anfang Oktober erzielte das Unternehmen eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern auf umfassende Sparmaßnahmen, die zu Einsparungen von über 500 Millionen Euro bis 2027 führen sollen. Ziel ist es, bis Ende 2028 bis zu 14.000 Stellen in Deutschland abzubauen. Bereits jetzt wurde die Arbeitszeit vieler Mitarbeiter reduziert, und der Stellenabbau in Tausenden ist im Gange.

